Chef von NN Investment Partners "Negative Spirale, die schwer zu stoppen sein wird"

Die Turbulenzen auf den Finanzmärkten in China haben sich auf andere Länder übertragen. Das sagt Stan Beckers, Chef der niederländischen Vermögensverwalters NN Investment Partners, dem Handelsblatt. „Die Anleger sind nervös. Erst begannen die Ölpreise zu stürzen, dann verunsicherte das Thema Griechenland, jetzt sind es die Emerging Markets und deren Währungen“, erklärt Beckers. In seinen Augen handeln die Anleger weniger rational. Und mit all den geschilderten Belastungen entwickle sich so eine negative Spirale nach unten, die schwer zu stoppen sein wird. Aber auch vorher habe man seiner Meinung nach die Abwärtsbewegung bereits gespürt. Brasilien hat Probleme, deshalb fällt der Real. Russland ist vom fallenden Ölpreis und den westlichen Sanktionen wegen der Ukraine-Krise belastet, der Rubel ist dramatisch entwertet. „Die Währungen der meisten Schwellenländer werden unter Druck bleiben“, erklärt Beckers. Dementsprechend sieht er keine Anzeichen einer Stabilisierung. Es werde bestimmt noch ein halbes Jahr dauern, bis die Finanzmärkte etwas Ruhe bekommen.

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