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Diskussionsrunde im Video Versicherer erwarten hohe Inflation bis Ende 2023

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Die Inflationsrate hierzulande sinkt: Mit 10,0 Prozent liegt sie im November um 0,4 Prozentpunkte unter dem Vormonatswert. Doch bei vielen Menschen in Deutschland drücken die steigenden Preise erheblich auf die Konsumlaune, berichtete jetzt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Demnach blicken derzeit insbesondere die 30- bis 59-Jährigen voller Sorgen in die Zukunft.

Die Inflationssorgen der verdunkeln auch den Ausblick der Versicherer. Deren Top-Ökonomen erwarten hierzulande bis weit ins kommende Jahr hinein hohe Teuerungsraten: „2023 werden wir einen Rückgang der Inflation sehen, aber sie wird auch zum Jahresende bei voraussichtlich 3 bis 4 Prozent liegen“, sagte der Chefvolkswirt der Munich Re, Michael Menhart, bei einer Online-Gesprächsrunde des GDV.

Der Höhepunkt der Teuerung sei in den USA zwar bereits erreicht, nicht aber in Europa. Der Wendepunkt sei im Frühjahr zu erwarten. „Ich bin nicht übermäßig optimistisch. Deutschland muss sich auf eine höhere Inflation einstellen als es sich wünscht“, so Menhart. Und auch Allianz-Chefökonom Ludovic Subran geht davon aus, dass die Inflationsraten den Winter über zweistellig bleiben.

Erneute Zinswende im Jahr 2024?

Vor diesem Hintergrund rechnet Subran mit weiteren Leitzinserhöhungen der Europäischen Zentralbank (EZB) von 0,50 bis 0,75 Prozent im Dezember sowie jeweils 0,25 Prozent in drei weiteren Schritten bis Mai auf dann 2,75 Prozent. Jörg Asmussen, GDV-Hauptgeschäftsführer und Moderator der Diskussion, teilt diese Einschätzung grundsätzlich. Die Markterwartungen seien auf eine eher „langsame und nicht so lange geldpolitische Straffung“ ausgerichtet.

Eine erneute Zinswende sieht Subran erst im übernächsten Jahr: „Eine erste Leitzinssenkung erwarten wir erst für 2024.“ Die aktuellen Krisen – der Ukraine-Krieg sowie die hohe Inflation und die steigenden Energiepreise – seien „ein großer Stresstest für Europa“. Sogar von einem „großen Stresstest“ für die globale Wirtschaft spricht Jerome Haegeli, Chefvolkswirt der Swiss Re.

 

Die erwartete leichte Rezession hält er für „das kleinere Übel“ als eine aus seiner Sicht viel gefährliche strukturelle Stagflation, also eine hohe Inflation bei gleichzeitig stagnierender Konjunktur. Haegeli fordert jetzt eine restriktive Geldpolitik der EZB – deren Niedrigzinspolitik der vergangenen Jahre er als „Trauerspiel“ bezeichnete. Nach seiner Erwartung legt die Notenbank bis auf Weiteres keine Zinspause ein. „Im Moment haben wir Halbzeit bei den Zinserhöhungen.“

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