Auf sie folgt eine Phase, in der sich in der Regel kein Arbeitseinkommen mehr erzielen lässt. Hier muss der Einzelne von seinen Ersparnissen leben: Er muss das aufzehren, was er in seiner arbeitsaktiven Zeit angespart hat. Wenn der Mensch nicht über ausreichende Ersparnisse verfügt, oder wenn er im Alter darauf angewiesen ist, dass sie ihm von anderen zugewiesen werden, sind seine Handlungsfreiheiten empfindlich eingeschränkt. Will man nicht auf Almosen anderer angewiesen sein, muss man also sparen. Das aber ist nur möglich, wenn man sich darauf verlassen kann, dass das Geld seine Kaufkraft behält. Inflation macht aus Sparen EntsparenDenn ist das Geld nicht verlässlich, ist es inflationär, wird aus notwendigem Sparen unfreiwilliges Entsparen. Das ist die bittere Wahrheit, die sich jetzt beispielsweise im Euroraum zeigt. Mit ihrer Negativzinspolitik sorgt die Europäische Zentralbank (EZB) für eine Entwertung der (kurzlaufenden) Bankeinlagen und Schuldverschreibungen, die viele Menschen als Sparinstrumente nutzen. Wenn dazu noch die Politik der Geldmengenvermehrung fortgeführt wird, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis die Teuerungsrate steigt - und der Zins noch weiter in den Negativbereich fällt. Zumindest für die länger laufenden Termin- und Spareinlagen gibt es eine bessere Alternative: das Halten von Gold. Die Euro-Sparer sind der Willkür des Staates beziehungsweise seines Agenten, der Europäischen Zentralbank, ausgesetzt, die sie ihrer Ersparnismöglichkeiten beraubt. Dagegen kann man sich nur noch schützen, indem man in Gold spart.