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Der Chefvolkswirt der Bank Goldman Sachs hält es für möglich, dass der US-Leitzins noch lange nahe Null bleibt. Foto: Getty Images

Der Chefvolkswirt der Bank Goldman Sachs hält es für möglich, dass der US-Leitzins noch lange nahe Null bleibt. Foto: Getty Images

Chefvolkswirt von Goldman Sachs über Fed

Zinswende wohl erst 2016

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Zwar stelle die Leitzinserhöhung im Dezember nach wie vor das zentrale Prognoseszenario dar, aber eine Verlangsamung bei Produktion und Beschäftigung könnte es rechtfertigen, dass die Notenbanker den Leitzins für "viel länger" nahe Null belassen, "weit ins Jahr 2016 hinein, vielleicht sogar darüber hinaus", schrieb Jan Hatzius, Chefvolkswirt der Bank in New York, in einer Kundennotiz. US-Treasuries verzeichneten am Dienstag Kursgewinne.

Futures-Händler haben ihre Erwartung bezüglich einer US- Leitzinserhöhung in diesem Jahr jüngst gesenkt. Das Verhalten der Händler kontrastiert mit Äußerungen von Fed-Vertretern, darunter US-Notenbankchefin Janet Yellen und William Dudley, Chef der New Yorker Fed, die gesagt haben, sie rechnen damit, noch in diesem Jahr aktiv zu werden.

Die Wahrscheinlichkeit, dass die Fed noch 2015 die Leitzinsen anhebt, ist auf 35,2 Prozent gesunken. Zum Vergleich: Ende August lag der Wert bei 60 Prozent, zeigen von Bloomberg ausgewertete Futures-Daten. Die Berechnungen basieren auf der Annahme, dass der effektive Zinssatz der Fed nach Anhebung bei durchschnittlich 0,375 Prozent liegen wird, gegenüber dem aktuellen Ziel von null bis 0,25 Prozent. Die Wahrscheinlichkeit, dass bereits beim nächsten Fed-Treffen am 27. und 28. Oktober eine Leitzinsanhebung beschlossen wird, ist mittlerweile auf zehn Prozent gefallen. In den USA hat die Beschäftigung im September weniger zugenommen als erwartet, zeigen am Freitag veröffentlichte Daten.

"Weitere schlechte Nachrichten zu Produktion und Beschäftigung könnten möglicherweise zu einer erheblichen Veränderung beim geldpolitischen Ausblick führen", schrieb Hatzius von Goldman Sachs. Die Bank ist einer von 22 Primärhändlern, die direkt mit der Fed handeln. "Die Daten zu Wachstum und Arbeitsmarkt werden über die nächsten paar Monate wohl noch wichtiger als sonst", fügte Hatzius hinzu.

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