Das Insurtech Cherrisk, eine Marke der österreichischen Uniqa Insurance Group, gibt sein Deutschlandgeschäft auf. Man stelle die Vertriebsaktivitäten auf dem deutschen Markt ein und biete künftig keine neue Reise-, Hausrat- und Unfallversicherungen mehr an, erklärte ein Unternehmenssprecher auf Nachfrage von DAS INVESTMENT.
Cherrisk übernehme jedoch weiterhin die Schadenbearbeitung und die komplette Kundenbetreuung für bestehende deutsche Kunden, solange diese aktive Verträge haben. Cherrisk ist seit 2020 auf dem deutschen Markt aktiv. Das dahinterstehende Tochterunternehmen Uniqa Biztosító Zrt. hat seinen Sitz in Ungarn.
Hintergründe des Rückzugs bleiben unklar
Ob der Rückzug etwas mit dem Tod des Deutschland-Chefs Athanasios Almbanis zu tun hatte, wollte der Sprecher auf Nachfrage nicht kommentieren. Almbanis, der seit Januar das Deutschlandgeschäft von Cherrisk leitete, ist vor wenigen Tagen bei einem Unfall in Griechenland tödlich verunglückt. Das berichtet sein früherer Arbeitgeber, Covomo Versicherungsvergleich, auf seiner Linkedin-Seite. Almbanis sollte eine Schlüsselrolle dabei spielen, das Wachstum und die Präsenz von Cherrisk auf dem deutschen Markt voranzutreiben.
Auch Uniqua soll von Almbanis Tod aus sozialen Medien erfahren haben. „Wir sind sehr schockiert und traurig über diese Nachricht. Unsere Gedanken sind in diesen schweren Stunden bei seiner Familie und seinen Freunden”, heißt es vom Unternehmen.
