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China: Ende der Party-Pause

Mit einem Bruttoinlandsprodukt von 1,3 Billionen Dollar hat China in diesem Jahr Japan überholt und ist nun die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt. Der Börse war das jedoch lange Zeit ziemlich egal: Weil sie eine Überhitzung der Wirtschaft und damit verbundene Bremsmanöver der Regierung fürchteten, wandten sich die Investoren in der Region zunächst anderen Märkten zu. Inzwischen hat Chinas Führung jedoch bewiesen, dass sie Fingerspitzengefühl besitzt. Als sie am 19. Oktober den Leitzins um maßvolle 0,25 Prozentpunkte erhöhte, zogen die Kurse in Schanghai und Shenzhen prompt um ein paar Prozent an.

Während der Party-Pause haben chinesische Aktien klammheimlich ihre hohen Bewertungen abgebaut: Das Kurs-Gewinn-Verhältnis – auf der Basis der erwarteten Gewinne der kommenden zwölf Monate – rutschte unter den historischen Durchschnitt. Wer davon via Indexfonds profitieren will, hat es aber nicht unbedingt leicht: Die meisten China-ETFs in Deutschland basieren nämlich auf an der Hongkonger Börse gehandelten H-Aktien. Lediglich der CS ETF on CSI 300 (WKN: A1C1H1) bildet die Kurse der China-Börsen Schanghai und Shenzhen ab. Er enthält die 300 größten Unternehmen Chinas und ist – angesichts der Exotik des Marktes – mit einer jährlichen Managementgebühr von 0,32 Prozent erstaunlich günstig.

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