Bitcoin-Automat in Hongkong: Die chinesische Regierung ist zurzeit nicht gut auf Kryptowährungen zu sprechen und will zumindest in Shanghai kräftig durchgreifen. | © Getty Images

China schaukelt Bitcoin

Bitcoin-Anleger entdecken Irrtum – und verkaufen

Die Kryptowährung Bitcoin hat übers Wochenende erneut kräftig an Wert verloren. Sie tauchte unter die Marke von 7.000 US-Dollar. Der aktuelle Kurs liegt bei rund 6.780 Dollar, stark schwankend.

Dabei sah alles Ende Oktober noch besser aus. Chinas Regierung hatte angekündigt, verstärkt Geld für die Blockchain-Technik in die Hand zu nehmen. Damit begeisterte sie Anleger, die den Bitcoin-Preis auf fast 9.500 Dollar lupften.

Doch ein neues Schreiben aus China lässt die Rally in sich zusammenfallen. Denn die People’s Bank of China (die Zentralbank) in Shanghai weist darauf hin, dass sie die „Spekulationen im Zusammenhang mit virtuellen Währungen“ mit Argwohn betrachtet. „Die Preise sind in die Höhe geschossen und die Risiken haben sich erhöht“, heißt es darin. Weiter ist von „Verdacht auf illegalen Verkauf von Token, illegale Ausgabe von Wertpapieren und illegales Fundraising, Finanzbetrug, Pyramidensysteme und andere Verbrechen“ die Rede, die die „Wirtschafts- und Finanzordnung ernsthaft gestört“ hätten. Dabei fallen auch die Begriffe „Bitcoin“ und „Ethereum“.

Man will folglich den Handel mit Kryptowährungen regulieren, eindämmen oder sogar verbieten, um illegale Aktivitäten in den Griff zu bekommen. Man habe bereits „spezielle Projekte“ gestartet, heißt es.

Im letzten Absatz schickt die Zentralbank außerdem eine deutliche Botschaft an Kryptoanleger. Es heißt darin: „Anleger sollten darauf achten, Blockchain-Technologie nicht mit virtueller Währung zu verwechseln.“ Denn genau das hatten sie getan. Dabei handelt es sich bei der Blockchain ja lediglich um eine Technik, die man unter anderem für Kryptowährungen anwenden kann. Aber eben auch für öffentliche Register, das Vertragswesen und viele weitere Dinge.

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