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Aktienmärkte China und mögliche Rezession sind die größten Risiken

Jean-Marie Mercadal
Jean-Marie Mercadal: Leiter des Bereichs Investmentstrategien bei Ofi Asset Management | Foto: Ofi Asset Management

Die soliden Unternehmensgewinne haben allzu vorsichtige Anleger auf dem falschen Fuß erwischt. 80 Prozent der professionellen US-Anleger, die Anfang Oktober von der Finanzzeitschrift „Barron’s“ befragt wurden, erwarten in den nächsten sechs Monaten eine Korrektur von 10 bis 20 Prozent an der Wall Street. Wir sehen auf jeden Fall zwei wesentliche Themen, von denen die weitere Marktentwicklung abhängt:

1. Das Risiko einer Konjunkturabschwächung. Seit einigen Monaten sind die Indikatoren für das Verbrauchervertrauen rückläufig, insbesondere in den Vereinigten Staaten. Statistisch gesehen handelt es sich dabei um einen recht zuverlässigen Indikator, der in der Regel mehrere Monate im Voraus auf einen Konjunkturabschwung hinweist.


In der Tat ist dies möglich: Der durch die aufgestaute Verbrauchernachfrage und die Ersparnisse der Haushalte ausgelöste Konjunkturschub fordert jetzt seinen Tribut in Form steigender Inflation, insbesondere bei den Energiepreisen. Zu erwarten ist, dass auch die Löhne steigen werden. Das würde die Unternehmen jedoch nicht allzu sehr treffen, da die Produktivität im Moment noch hoch ist. Das Risiko einer Konjunkturabschwächung könnte sich aber auch durch eine restriktivere Geldpolitik verschärfen.

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