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Eis-Skulpturen beim Winterfestival im chinesischen Harbin: Vergnügungsparks im Schnee gehören zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten in China. | © imago images / ZUMA Press Foto: imago images / ZUMA Press

Chinas Aktienmarkt

Tauwetter im Traumland

Wenn die USA niesen, bekommt der Rest der Welt Schnupfen. So lautet seit Langem eine gebräuchliche Wirtschaftsweisheit. Diese Ansteckungsgefahr mag nach wie vor vorhanden sein, doch das Wohl und Wehe der Konjunktur hängt inzwischen zunehmend von einem anderen Land ab – der Volksrepublik China.

Deren Rolle als weltweit wichtigste Wachstumsquelle zeigte sich erstmals 2009. Damals leistete das aufstrebende Schwellenland mithilfe gigantischer Subventionen seinen Beitrag, der nach dem Ausbruch der Finanzkrise rund um den Globus am Boden liegenden Konjunktur wieder Leben einzuhauchen.

Inzwischen gilt das Reich der Mitte als wichtigster Markt für zahlreiche Branchen, wie etwa die Absatzzahlen von BMW belegen. Rund 750.000 Fahrzeuge konnten die Bayern 2019 an chinesische Kunden bringen. In Deutschland und den USA zusammen rollten weniger Autos aus den Verkaufsräumen.

Der ökonomische Siegeszug zahlt sich für Anleger aus, die ihr Geld auf den chinesischen Aktienmarkt bringen. Seit Anfang 1999 kletterte der Index MSCI China um 443 Prozent (Stand 19. Januar 2020), was jährlichen Zuwächsen von 8,4 Prozent entspricht.


Und das, obwohl in diesen Zeitraum neben der Finanzkrise auch das Platzen der Technologieblase fällt, was ebenfalls weltweit zu dramatischen Kursverlusten führte. Das globale Börsenbarometer MSCI World schaffte in der gleichen Spanne lediglich ein Plus von 264 Prozent, der deutsche Leitindex Dax sogar nur 170 Prozent.

Wer sein Kapital Fondsmanagern anvertraute, konnte noch weit mehr einstreichen. Für chinesische Aktienfonds weist das Fondsresearch-Haus Morningstar ein Plus von 925 Prozent aus. Anleger haben ihre Investition im Schnitt also mehr als verzehnfacht, sofern sie seit 1999 ununterbrochen dabei waren.

Dieser immense Mehrwert aktiven Managements ist keineswegs selbstverständlich. Auf dem von ungleich mehr Analysten durchleuchteten US-Aktienmarkt gelingt es nur wenigen Fondsmanagern, besser als die wichtigen Indizes abzuschneiden.

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