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Chinesischer Bieter verhaftet: Drama um HSH Nordbank geht weiter

Chinesischer Bieter verhaftet

Drama um HSH Nordbank geht weiter

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Die Wettbewerbshüter der Europäischen Union haben verfügt, dass die HSH Nordbank bis Ende 2018 verkauft sein muss. Sonst wird sie abgewickelt. Die Welt-Zeitung befürchtet hier ein Scheitern. Grund ist die Verhaftung eines chinesischen Bieters. Es handelt sich hierbei um Wu Xiaohui, Gründer und Vorstandschef der Anbang Insurance Group. Auf der Firmen-Website hieß es: „Aufsichtsratschef Wu Xiaohui ist aus persönlichen Gründen vorübergehend nicht in der Lage, seine Aufgaben zu erfüllen. Er hat die zuständigen Führungskräfte angewiesen, sich um das Geschäft zu kümmern". Die chinesische Medien berichten diesbezüglich von einer Festnahme eines der mächtigsten Männer in Chinas Finanzbranche. Wu wurde immer wieder nachgesagt, er könne politische Kontakte wie kaum ein anderer Nutzen. Er hatte eine Enkelin von Reformarchitekt Deng Xiaoping geheiratet. Allerdings mehrten sich schon seit Monaten die Hinweise, dass es um Wus gute Kontakte nicht mehr so gut steht.

Aktuell gebe es zwar eine ganze Reihe von anderen Interessenten, die im laufenden Verfahren Gebote für die HSH abgegeben haben, darunter sollen unter anderem die Finanzinvestoren Apollo, Cerberus, Lone Star und J.C. Flowers sein. Da die Offerten jedoch so „mäßig attraktiv“ seien, rechnen nicht wenige Beteiligte mit einem zumindest teilweisen Scheitern des Verkaufs. Für erschwerte Bedingungen sorgen zudem die etwa zehn Milliarden Euro notleidender Schiffskredite, welche die die HSH immer noch in ihren Büchern habe. Die Folgen sind für die HSH Nordbank kaum abschätzbar, die Kosten für die Steuerzahler gigantisch, berichtet die Welt. Privaten Anlegern drohen empfindliche Verluste.

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