Porträt Die 300.000-Euro-Nische: Wie Liqid eine Marktlücke fand und füllte

Christian Schneider-Sickert ging in Eton zur Schule und studierte in Oxford und Harvard. Nach Stationen bei Goldman Sachs, Bertelsmann und Project A gründete er 2016 das Unter nehmen Liqid. Dort ist der 50-Jährige bis heute Geschäftsführer.
Christian Schneider-Sickert ging in Eton zur Schule und studierte in Oxford und Harvard. Nach Stationen bei Goldman Sachs, Bertelsmann und Project A gründete er 2016 das Unternehmen Liqid. Dort ist der 50-Jährige bis heute Geschäftsführer.

Christian Schneider-Sickert ist ein Mann, der gerne Grenzen überschreitet – im wörtlichen wie im übertragenen Sinne. Mit 14 Jahren zog es den gebürtigen Deutschen auf das prestigeträchtige Eton College nach England. „Ich wollte immer etwas machen, was über das Normale hinausgeht“, erinnert er sich. Danach ging Schneider-Sickert, der heute mit einer Engländerin verheiratet ist, nach Oxford.An der altehrwürdigen Universität studierte er Arabistik, gründete sein erstes Unternehmen und verbrachte viel Zeit im Nahen Osten.

Eine prägende Phase, nicht nur wegen eines schweren Autounfalls im Jemen, den er nur knapp überlebte. Sein Freund sitzt seitdem im Rollstuhl, er selbst kam weitgehend mit dem Schrecken davon. „Das prägt schon, wenn du siehst, wie zufällig sich das Leben von einer Sekunde auf die andere verändern kann“, sagt er rückblickend.

Gestalten statt Korsett

Der Unfall war ein Wendepunkt, der auch seinen Drang erklärt, Neues zu wagen. Dinge selbst anzupacken und zu gestalten. Nach einem Abstecher in die Strategieberatung und einem Master-Abschluss in Harvard heuerte Schneider-Sickert bei der Investmentbank Goldman Sachs an. Es war eine lehrreiche Erfahrung, aber langfristig nicht befriedigend. „Dort wurde mir sehr klar gesagt, was ich zu tun hatte. Das war für mich auf Dauer ein zu enges Korsett.“

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