Christine Lagarde

Wird IWF-Chefin wegen Finanzaffäre der Prozess gemacht?

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Die Chefin des Internationalen Währungsfonds Christine Lagarde ist vor den französischen Gerichtshof der Republik (CJR) zitiert worden. Wie der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag aus Justizkreisen bekannt wurde, soll Lagarde im Fall des französischen Geschäftsmanns und Politikers Bernard Tapie zur Verantwortung gezogen werden.

Tapie war 2008 in einem Aktiengeschäft per Schiedsgerichtsverfahren eine hohe Entschädigungssumme zugesprochen worden, die die Bank Crédit Lyonnais an den Geschäftsmann zu entrichten hatte. Die Entscheidung der Regierung mit der damaligen Wirtschaftsministerin Lagarde, den Fall durch ein Schiedsgericht lösen zu lassen, blieb umstritten. Ex-Wirtschaftsministerin Lagarde wird ein zu sorgloser Umgang mit Steuergeldern vorgeworfen. Seit 2014 läuft in Frankreich ein Vermittlungsverfahren gegen die heutige IWF-Chefin.

Der Internationale Währungsfonds hat sich umgehend hinter seine Chefin gestellt und Lagarde in einer offiziellen Stellungnahme sein Vertrauen ausgesprochen.    

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