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Umfrage unter Millennials

Corona-Krise verstärkt Konflikt bei Altersvorsorge

Die gesetzliche Rente allein wird im Alter kaum den bisherigen Lebensstandard sichern können. Dass dies auch den jungen Menschen in Deutschland bewusst ist, zeigt eine aktuelle Umfrage unter 18- bis 32-Jährigen für die GfK-Studie zum Thema „Altersvorsorge: Gefährdete Generation“ im Auftrag des Versicherers Generali Deutschland.

Demnach machen sich 65 Prozent der jungen Befragten Sorgen, als Rentner später selbst arm zu sein. Für mehr als zwei Drittel steht fest, dass die gesetzliche Rente für ihr Leben im Alter nicht ausreichen wird. Hinzu kommt, dass 19,4 Prozent angeben, das Thema Altersvorsorge sei ihnen zu komplex: Sie wüssten nicht konkret, was zu tun sei.

Dabei gibt mehr als jeder zweite junge Mensch in der Generali-Studie an, beim Thema Altersvorsorge grundsätzlich ein Informationsdefizit zu haben: Rund drei Viertel fühlen sich von der Politik und den Medien schlecht informiert. Die große Mehrheit findet ihre Generation generell unzureichend in der Politik beachtet (70,3 Prozent).

Junge schieben Vorsorge auf

So unterschiedlich die Interessen, die politischen Einstellungen, die Lebensumstände – eines eint die 18- bis 32-Jährigen: Sie sorgen zu wenig für ihr Rentenalter vor. Zwar geben 78,6 Prozent der Befragten an, dass ihnen das Thema Altersvorsorge – angesichts zu erwartender Probleme in der gesetzlichen Rentenversicherung – wichtig ist.

Allerdings haben 51,5 Prozent der 18- bis 21-Jährigen und auch 36,5 Prozent der 30- bis 32-Jährigen noch nicht angefangen, fürs Alter vorzusorgen. Als Gründe nennen die jungen Menschen Geldmangel (31,0 Prozent), dass sie sich dafür noch zu jung fühlen (19,7 Prozent) oder es sich einfach noch nicht ergeben hat (19,1 Prozent).

>>Vergrößern Grafik: Generali Deutschland AG

Knapp 70 Prozent der jungen Menschen haben sich bereits Gedanken zu ihrer Altersvorsorge gemacht. Auf ihrer Suche nach nützlichen Informationen geht nahezu die Hälfte dabei zunächst auf eigene Faust in die Recherche (44,2 Prozent). Als zweite Anlaufstelle werden die Altersvorsorgetipps der eigenen Eltern genannt (41,6 Prozent).

Auch werden Freunde zu Rate gezogen (30,4 Prozent). Mehr als jeder Fünfte geht direkt zum Versicherungsexperten (22,4 Prozent). Auch unter Kollegen wird Wissen geteilt (22,3 Prozent). Allerdings geben auch 15,2 Prozent der 18- bis 32-jährigen Menschen an, sich trotz erster Gedanken nicht weiter zur Altersvorsorge informiert zu haben.

Corona-Krise verstärkt Konflikt

Die Corona-Krise verstärkt den Konflikt, den junge Menschen beim Thema Altersvorsorge haben. 36,6 Prozent aller Befragten haben bereits angespartes Geld für etwas anderes als den ursprünglichen Zweck verwenden müssen. Es gelte also mittelfristig gesehen, die junge Generation darin zu bestärken, sich für ihr Alter finanziell abzusichern.

„Corona-Schulden und eine in finanzielle Nöte geratene gesetzliche Rentenversicherung – beides wird vor allem von der Millennials-Generation geschultert werden müssen“, kommentiert Michael Heuser, Direktor des Deutschen Instituts für Vermögensbildung und Alterssicherung (DIVA). Daher müssten die jungen Leute mit ihrer Altersvorsorge frühzeitig starten.

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