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Frau mit Mundschutz: Ursprünglich brach das Coronavirus in der Stadt Wuhan aus. | © imago images / Xinhua Foto: imago images / Xinhua

Coronavirus an der Börse

Analyse gibt Entwarnung für Aktienanleger

Wie stark beeinflussen Epidemien wie das Coronavirus die Aktienkurse? Um diese Frage zu beantworten, analysiert Marcel Müller vom Fondsanbieter HQ Trust regionale und internationale Indizes sowie Bewertungs- und Wachstumszahlen nach vergleichbaren Krankheitsausbrüchen.

Seine Erkenntnis: Sechs Monate nach dem Ausbruch notierten internationale Aktien im Schnitt 15 Prozent über dem Ausgangspunkt, die regional betroffenen Märkte standen sogar 17 Prozent höher. Allerdings traten das sogenannte Sars-Virus im Jahr 2003 und das Swine-Virus 2009 jeweils nach einer starken Aktien-Baisse auf. „Daher sollte man die Aktienmarkterträge in diesem Zeitraum relativiert betrachten“, sagt Müller.

Auch bei den Bewertungen gebe es einen Unterschied: Das Preis-Cash-Flow- oder Preis-Buchwert-Verhältnis zeigten, dass Aktien heute deutlich höher bewertet sind als 2003.

Weniger eindeutig sei das Kurs-Gewinn-Verhältnis: Während der chinesische Aktienmarkt und Entwicklungsländer heute teurer bewertet seien als 2003, sei das beim internationalen Aktienindex MSCI All County World Index, der 2.500 Aktien umfasst, nicht der Fall. Müller rechnet mit einer vorübergehenden Korrektur an den Aktienmärkten, sofern das Coronavirus unter Kontrolle bleibt.

In seine Analyse flossen folgende Epidemien ein: Sars im Jahr 2003, die sogenannte Acian Flu 2006, Swine 2009, Mers 2012 und Ebola 2014 und 2018.

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