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Christine Lagarde: Die Präsidentin der der Europäischen Zentralbank (EZB) versucht, die Börsen der Eurozone nach dem Corona-Crash zu stabilisieren. | © imago images / Xinhua Foto: imago images / Xinhua

Coronavirus in der Eurozone

„Die EZB kauft Zeit für die Corona-Eindämmung“

Friedrich Heinemann, ZEW

„In der Corona-Krise droht eine umfassende Finanz- und Schuldenkrise“, steht für Friedrich Heinemann fest. Doch der Leiter des Forschungsbereichs Unternehmensbesteuerung und Öffentliche Finanzwirtschaft am ZEW Mannheim sieht auch Hoffnungsschimmer: „Die EZB versucht mit allen Mitteln, der Corona-Eindämmungspolitik Rückendeckung zu geben und Zeit zu kaufen.“ 

„Durch die Aufgabe des EZB-Kapitalschlüssels als verbindliche Steuerungsgröße ist dieses Programm auch einsetzbar, um gezielt Länder wie Italien oder Spanien liquide zu halten“, so Heinemann weiter. Dennoch sei die kurzfristig bekannt gegebene Notfallmaßnahme der Frankfurter „im Interesse aller Euro-Staaten und ein weitreichender aber verantwortungsvoller Schritt der EZB“. 

ZEW-Forscher Heinemann sieht die Zentralbank deutlich besser vorbereitet für solche außergewöhnlichen Anstrengungen als die Staats- und Regierungschefs beziehungsweise die Brüsseler Kommission: Die EZB zeige sich „wie schon in der Euro-Schuldenkrise 2012 als handlungsfähig in einer Situation, in der eine umfassende systemische Krise droht und die europäische Politik sich noch in Schockstarre befindet.“

Auch griechische Staatsanleihen im Programm 

Das Pandemie-Notkaufprogramm sieht laut dem Beschluss des EZB-Rates vor, dass die ab sofort durchgeführten Stützungskäufe alle Wertpapierkategorien umfassen, die auch im Rahmen des bestehenden Kaufprogramms infrage kommen. Darüber hinaus werden die Anforderungen an die Mindestbonität der Emittenten ausgesetzt. Damit sinken die Hürden für griechische Staatsanleihen. Enden solle das Programm nicht vor dem Jahresende.

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