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Nach Hurrikan Katrina und 9/11 Covid-19 ist für Versicherer drittteuerste Katastrophe aller Zeiten

Poliziszten sprechen mit einem Münchner Gastwirt über die Einhaltung der Anti-Corona-Maßnahmen
Poliziszten sprechen mit einem Münchner Gastwirt über die Einhaltung der Anti-Corona-Maßnahmen: Die Pandemie ist die dritteuerste Katastrophe für die weltweite Versicherungswirtschaft. | Foto: Imago Images / Zuma Wire

Die Corona-Pandemie ist mit bisher rund 44 Milliarden US-Dollar der drittgrößte Versicherungsschaden aller Zeiten. Das hat der Versicherungsmakler Howden errechnet. Nach Berechnungen der Forscher musste die Branche nur nach dem Hurrikan Katrina im Jahr 2005 und dem Angriff auf das World Trade Center vom 11. September 2001 mehr zahlen.

Besonders hohe Kosten für BSV

Vor allem die Betriebsschließungsversicherungen (BSV) mussten laut Howden tief in die Tasche greifen, um Gewerbekunden für ausgefallene Großveranstaltungen und pandemiebedingt geschlossene Hotels, Restaurants und andere Freizeiteinrichtungen zu entschädigen.

Da die BSV in Deutschland ursprünglich nicht für Pandemiezeiten konzipiert und die Prämien entsprechend niedrig angesetzt wurden, kam es vielfach zu kostspieligen Rechtsstreitigkeiten mit den Versicherten, die voraussichtlich Ende Januar vor dem Bundesgerichtshof (BGH) entschieden werden (DAS INVESTMENT berichtete). Mittlerweile haben die meisten BSV Zahlungen infolge von Pandemien in den Vertragsbedingungen ausgeschlossen.

Zu Beginn der Pandemie rechneten Experten indes mit Pandemiekosten von rund 100 Milliarden Dollar. Dieses Szenario erscheine derzeit eher unwahrscheinlich, erklärt Howden.

Die Prämien in der Schaden-Rückversicherung seien zum 1. Januar im Schnitt um 9 Prozent gestiegen, berichtet der Versicherungsmakler.