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Crashtest: Die besten Aktienfonds für europäische Nebenwerte

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Performance, Stressverhalten, Ratings – worauf es im Crashtest ankommt

DAS INVESTMENT.com hat alle europäischen Nebenwerte-Fonds geprüft, die Ende September 2010 mindestens drei Jahre alt und 10 Millionen Euro schwer waren. Im Performance-Vergleich ging es darum, über verschiedene Zeiträume besser abzuschneiden als der Gruppendurchschnitt. Im Stresstest punkteten jene Fonds, die wenig schwankten und die Verluste begrenzten. Der Rating-Vergleich schließlich bündelte die Noten von sieben Ratingagenturen. Für alle drei Kategorien gilt: Je höher der erzielte Rang, desto höher die Punktzahl. Der Spitzenreiter bekommt 100 Punkte, das Schlusslicht geht leer aus. Insgesamt kann ein Fonds auf diese Weise also maximal 300 Punkte erreichen. Nähere Details zum Crashtest finden Sie hier.


Warum dieser Markt jetzt interessant ist

Edwin Lugo, Manager des Franklin European Small-Mid Cap Growth

Europas Börsen sehen derzeit nicht nur häufige Richtungswechsel für den Gesamtmarkt, sondern auch ständig neue Favoriten auf Sektor- und Einzeltitelebene. Wer in solchen Phasen Erfolg haben will, muss Unternehmen finden, die in ihrem Markt einen dauerhaften Wettbewerbsvorteil genießen und über solide Finanzen verfügen. Das nämlich sind die wichtigsten Voraussetzungen, um zu wachsen und Marktanteile auszubauen. Hier können Small und Mid Caps ihre natürlichen Vorteile ausspielen. Hinzu kommt, dass kleinere und mittelgroße Unternehmen in der Regel klarere Geschäftsmodelle verfolgen als große Konzerne und es daher einfacher ist, gut aufgestellte Marktteilnehmer zu identifizieren. Ein weiterer Vorteil liegt in der Tatsache, dass viele Anleger die kleineren Werte vernachlässigen – das schafft Gelegenheiten, interessante Unternehmen zu attraktiven Bewertungen zu kaufen.


Die fünf Sieger und was ihre Manager auszeichnet

Im Gegensatz zu Franklin Templetons Flaggschiff, dem Templeton Growth, ist beim Crashtest-Sieger Franklin European Small-Mid Cap Growth das drin, was drauf steht: Fondsmanager Edwin Lugo setzt auf Wachstumsaktien. Dabei konzentriert sich der Stockpicker auf europäische Unternehmen mit einem Streubesitz von 100 Millionen bis 8 Milliarden Euro. Sein sehr konzentriertes Portfolio von nur 25 bis 45 Aktien weicht stark vom Vergleichsindex ab: Zurzeit machen die größten zehn Werte knapp die Hälfte des Portfolios aus, der Anteil britischer Aktien beträgt fast 60 Prozent.
 
Auch die beiden Threadneedle-Fonds, die im Crashtest Platz 2 und 4 belegen, können völlig losgelöst von der Benchmark agieren. Allerdings müssen sie in mindestens acht Ländern und sechs Sektoren vertreten sein und zudem mindestens 50 Aktien halten. Beide Manager streuen in der Regel jedoch wesentlich breiter. So hält Philip Dicken in seinem Pan European Smaller Companies zurzeit knapp 100 Aktien, Dave Dudding im European Smaller Companies rund 70. Während Dicken auch in Großbritannien investieren darf und dies aktuell zu rund 20 Prozent tut, konzentriert sich Dudding auf Kontinentaleuropa. Ansonsten arbeitet das Duo aber eng zusammen und sucht nach qualitativ hochwertigen Firmen mit einer Marktkapitalisierung von 100 Millionen bis 2 Milliarden Euro.

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