Crowdinvesting Wie Anleger im Schwarm auf Immobilien setzen können

Oberbaumbrücke in Berlin: Immobilien-Investments sind insbesondere in der deutschen Hauptstadt beliebt. | © Tanja Lidke / <a href='http://www.pixelio.de/' target='_blank'>pixelio.de</a>

Oberbaumbrücke in Berlin: Immobilien-Investments sind insbesondere in der deutschen Hauptstadt beliebt. Foto: Tanja Lidke / pixelio.de

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Ihr Siegeszug scheint unaufhaltbar: Alternative Investments haben in den vorigen Jahren rapide an Bedeutung gewonnen. Ihr Marktvolumen ist seit 2005 doppelt so schnell gewachsen wie das herkömmlicher Anlagen. Und ihre Bedeutung wird weiter steigen, sagt eine Studie von Price Waterhouse Coopers (PWC). Die Beratungsgesellschaft rechnet auch zukünftig mit einem jährlichen Wachstum von 10 Prozent in diesem Bereich.

Diversifikation und höhere Renditen

Volker Wohlfarth, Zinsbaustein

Für diesen Trend sprechen mehrere gute Gründe. Angesichts des nach wie vor niedrigen Zinsumfelds in Europa und der steigenden Risiken an den Aktienmärkten wenden sich immer mehr Anleger dieser Art von Investment zu. So hat die Mehrheit der institutionellen Investoren ihr Engagement in diesem Bereich im vergangenen Jahr ausgebaut, wie eine Umfrage des Bundesverbands Alternative Investments (BAI) zeigt. Dahinter stand meist die Absicht, das Portfolio stärker zu diversifizieren und der Wunsch nach höheren Renditen.

Der neuesten „Zufriedenheitsstudie“ der Rating-Agentur Telos zufolge stabilisierte sich in 2018 die Allokationsquote bei den alternativen Investments mit 12 Prozent auf hohem Niveau. Im Vorjahr, 2017 lag sie bei 10 Prozent. Der Studie zufolge treibt das niedrige Zinsniveau institutionelle Anleger immer weiter in anleihenahe Vermögenswerte, wie zum Beispiel Darlehen oder Real Estate Debt. Aber auch illiquide Anlageklassen wie Infrastruktur und Private Equity bleiben gefragt.

Leichterer Zugang für Kleinanleger

Immer mehr Kleinanleger beschäftigen sich zunehmend mit dieser Art, Geld zu investieren, denn alternative Investments sind für den Durchschnittsanleger leichter zugänglich geworden. Mit der Digitalisierung der Finanzindustrie ermöglichen neuartige Formen der Beteiligungsfinanzierung auch Privatleuten Zugang zu alternativen Geldanlagen.

Darüber hinaus können sich Kleinanleger heutzutage ausführlich online vorab informieren. Der Zugang zu rentablen Investments ist somit nicht mehr nur für Wohlhabende bestimmt, die Vermögensbildung wird sozusagen demokratisiert, so dass ein weites Spektrum von Anlegern auch mit kleinen Ersparnissen mitmachen kann.