Crowdinvesting Wie Anleger im Schwarm auf Immobilien setzen können

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Möglichkeiten außerhalb der Börsen

Alternative Investments oder „Private Market“-Investments, sind Geldanlagemöglichkeiten, die außerhalb der Börsen angeboten werden. Sie gehen über klassische Geldanlagen wie Aktien, verzinsliche Wertpapiere oder Geldmarktpapiere hinaus und versuchen, bei jeder Marktentwicklung, also auch bei fallenden oder stagnierenden Märkten, Gewinne zu erzielen. Alternative Anlagen sind attraktiv, weil sie in der Regel negativ mit der Börse korrelieren und einige, darunter Rohstoffe wie Gold oder Öl, bieten tendenziell gute Absicherungen gegen Inflation.

Allerdings gehen mit ihnen auch viele Herausforderungen einher. Sie können volatiler sein und sind oft weniger liquide als Aktien oder Anleihen und haben häufig höhere Gebühren. Dennoch: Alternative Investments können ein höheres Aufwärtspotenzial mit sich bringen. Voraussetzung ist jedoch, dass sich Interessierte vor dem Investment gut informieren.

Wissen, worauf man sich einlässt

Genau wie bei traditionellen Anlagen sollten Anleger bei alternativen Investments wissen, worauf sie sich einlassen. Bei manchen handelt es sich um Investitionen, bei anderen dagegen um nicht mehr als Spekulation. Durchschnittsanleger sollten sich folgende Fragen stellen: Verbessert das Investment die Diversifikation meines Portfolios? Habe ich das Risiko der Anlage verstanden und kann ich es mir leisten, das Risiko zu tragen? Habe ich verstanden, wie diese Anlagestrategie funktioniert und welche Anlagestruktur zugrunde liegen?

Investments mit guten Aussichten

Investitionen in Immobilien zählen zu den sehr traditionellen Investitionsmöglichkeiten. Sie sind für Privatinvestoren in der Regel gut zu verstehen und bieten ein breit gefächertes Angebot mit attraktiven Immobilien-Anlageformen. Anleger haben die Möglichkeit, sich über verschiedene Investitionsformen direkt oder indirekt am Immobilienmarkt zu beteiligen.

Die wohl verbreitetste Art, in Immobilien zu investieren, ist der direkte Kauf von Wohnungen oder Häusern. Der Immobilienkauf gilt als risikoarm und lohnenswert, zumal mögliche konstante Mieteinnahmen eine passive Einnahmequelle sind. Statt in eine einzelne Immobilien zu investieren, bieten Immobilienaktien, Immobilienfonds und Immobilienanleihen mögliche Investment-Alternativen.

Crowdinvesting in Immobilien

Eine weitere Möglichkeit, Geld im Immobilienmarkt anzulegen, ist das sogenannte Immobilien-Crowdinvesting. Privatanleger können hier über Crowdinvesting-Plattformen online in Immobilien-Projektfinanzierungen investieren. Dabei wird keine Immobilie erworben, sondern die Entwicklung eines Neubaus mitfinanziert. Konkret geschieht dies über ein Mezzanine-Darlehen, also ein Nachrangdarlehen.

Mit niedrigen Einstiegssummen ab 500 Euro haben Kleinanleger die Möglichkeit, sich ein individuelles Immobilienportfolio aus unterschiedlichen, gut selektierten Immobilienprojekten aufzubauen. Die Laufzeiten zwischen 12 und 36 Monaten sind überschaubar und die Renditen, zwischen 4 und 6 Prozent pro Jahr sind überdurchschnittlich.

Anleger sollten jedoch auch hier wissen, in was sie investieren und das mit dem Nachrangdarlehen verbundene Ausfallrisiko verstehen. Sehr hilfreich ist es, sich mit dem Projektauswahlprozess der Crowdinvestment-Plattformen, den meist gut beschriebenen Projekten, den Projektentwicklern und der Finanzierungsstruktur vertraut zu machen. Die Erfahrung der Projektentwickler, der Projektfortschritt, die verbleibende Eigenmittel und insbesondere die Erfolgsaussichten des Projektes sind hier entscheidend.

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