CS Euroreal öffnet erst 2012 wieder

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Die Investmentgesellschaft Credit Suisse Asset Management (CSAM) öffnet ihren derzeit eingefrorenen offenen Immobilienfonds nicht wie geplant am Jahresende, sondern erst im nächsten Jahr wieder. Als Grund nennt der CSAM-Geschäftsführer Karl-Heinz Heuß die Verunsicherung der Anleger durch die Verschärfung der Eurokrise sowie durch die angekündigten Auflösungen der Konkurrenz-Produkte von Aberdeen und Axa, die die Anleger-Stimmung zusätzlich drücken. Die Gruppe der Unsicheren sei zu groß, erklärt Heuß und bezieht sich dabei auf Vertriebsumfragen.

Er erwarte zwar nicht, dass die Eurokrise bis zum Frühjahr 2012 gelöst sei, hoffe aber auf eine „Versachlichung der Diskussion“, so Heuß weiter. Zum konkreten Wiedereröffnungstermin macht der Manager keine Angaben. Die zweijährige Frist, nach der das Management den Fonds entweder wiedereröffnen oder auflösen muss, endet am 18. Mai 2012.

In der Zwischenzeit will das Management weitere Immobilien verkaufen, um das Liquiditätsposter von derzeit rund 25 Prozent weiter auszubauen. Seit der Fondsschließung im Mai 2010 hat das Management 14 Objekte für rund 1,25 Milliarden Euro veräußert. Die beiden jüngsten Verkäufe – zwei Büroimmobilien in Issy-les-Moulineaux bei Paris – brachten dem Fonds rund 260 Millionen Euro ein.

„Die Verkaufspreise lagen bei allen Transaktionen auf Höhe des letzten durch den Sachverständigenausschuss festgestellten Verkehrswertes, teilweise sogar darüber“, erklärt die CSAM. Die Gesellschaft plant weitere Verkäufe, die 400 bis 500 Millionen Euro einbringen sollen.

Die Anleger des CS Euroreal müssen sich für das Geschäftsjahr 2010/11 mit einer Ausschüttung von 1,80 Euro pro Anteil zufrieden geben. Das ist die niedrigste Summe seit der Fondsauflegung. Die Rendite liegt bei 1,2 Prozent.

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