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Cum-Ex-Geschäfte Ermittler nehmen Blackrock ins Visier

Blackrock-Hauptquartier in New York: Ermittler durchsuchten Räume des Vermögensverwalters in München
Blackrock-Hauptquartier in New York: Ermittler durchsuchten Räume des Vermögensverwalters in München | Foto: Getty Images

Razzia beim Vermögensverwalter Blackrock: Ermittler durchsuchten die Münchner Büros des US-Fondsanbieters. Anlass ist der Verdacht auf Steuertricksereien mit Dividenden, sogenannte Cum-Ex-Geschäfte. Ein Sprecher von Blackrock erklärte auf Nachfrage: „Blackrock arbeitet in einer laufenden Untersuchung im Zusammenhang mit Cum-Ex-Transaktionen im Zeitraum 2007 bis 2011 uneingeschränkt mit den Ermittlungsbehörden zusammen.“

Umfassende Untersuchung angekündigt

Blackrocks Aufsichtsratschef ist CDU-Politiker Friedrich Merz. Merz sagte einem Bericht der „ARD“ zufolge bei einer Veranstaltung in Düsseldorf, er habe die Geschäftsführung des Branchenprimus angewiesen, alle Vorfälle, die diese Transaktionen betreffen, umfassend zu untersuchen und mit den Ermittlern zusammenzuarbeiten: „Alles wird untersucht und wir werden uns aktiv daran beteiligen.“

Bereits in der Vorwoche hatte sich Merz kritisch zu Cum-Ex-Geschäften geäußert. Diese „dienten letztlich dazu, die Steuerzahler auszunehmen“, so der CDU-Politiker gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“. Die Geschäfte seien „vollkommen unmoralisch“, unabhängig von der juristischen Bewertung. Merz bewirbt sich zurzeit um den Parteivorsitz der CDU. Die Ermittlungen betreffen laut Blackrock die Zeit, bevor Merz oberster Kontrolleur wurde.

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