Cum-Ex-Geschäfte

HVB akzeptiert Bußgeldbescheide wegen Steuerdelikten

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Auf die Hypovereinsbank kommen Bußgelder von fast 30 Millionen Euro zu, die die deutsche Tochter der UniCredit SpA zahlt, um Ermittlungsverfahren wegen sogenannter Cum-Ex-Transaktionen und wegen Kundengeschäften in Luxemburg beizulegen, wie informierte Kreise berichten.

Das Kreditinstitut werde zwei Bußgeldbescheide akzeptieren, die zu einem Ermittlungskomplex der Staatsanwaltschaft Köln gehören, hieß es weiter. Ein Bescheid, der der Bank 9,8 Millionen Euro auferlegt, betrifft Cum-Ex-Geschäfte, also Transaktionen, bei denen mehrfach Steuererstattungen für Dividendenzahlungen beantragt wurden. Bei dem zweiten Bescheid, der ein Bußgeld von 19,1 Millionen Euro vorsieht, geht es um Vorwürfe, eine Luxemburger Tochtergesellschaft habe deutschen Kunden geholfen, Gelder mit Hilfe ausländischer Briefkastenfirmen zu verstecken.



Den ersten Bußgeldbescheid habe das Amtsgericht Köln der Hypovereinsbank bereits zugestellt, hieß es. Der zweite soll in Kürze versendet werden. Sprecher der Kölner Staatsanwaltschaft sowie der UniCredit wollten dies nicht kommentieren.

Die Süddeutsche Zeitung hatte am Freitag zuerst über die Bußgelder berichtet.

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