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Gothaer-Studie Cyber-Versicherung: Assistance-Leistungen vor Beitragshöhe

Mehr IT-Sicherheit per Virtual Private Network (VPN)
Frau greift per Virtual Private Network (VPN) auf ihr Firmennetzwerk zu: Da viele kleinere Unternehmen niedrigere IT-Sicherheitsstandrads als große Konzerne haben, können sie ein attraktives Ziel für Cyber-Angriffe sein, so Thomas Bischof, Vorstandschef der Gothaer Allgemeine. | Foto: Dan Nelson / Pexels

Cyber-Angriffe werden von Unternehmen in Deutschland weiterhin als das größte Geschäftsrisiko betrachtet. Dies geht aus dem „Hiscox Cyber Readiness Report 2023“ des Analysehauses Forrester hervor.

KMU befürchten weiter vor allem Hackerangriffe

Auch für die kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) in Deutschland stellen Hackerangriffe eine große Gefahr dar. Laut einer aktuellen Studie der Versicherungsgesellschaft Gothaer sehen 48 Prozent der KMU einen Hackerangriff als das bedrohlichste Risiko. Damit ist und bleibt die Furcht vor Cyber-Kriminalität, wie auch in den Vorjahren, auf Platz eins der größten Gefahren für KMU. Auf den Plätzen zwei und drei der am meisten gefürchteten Risiken folgen menschliches Versagen (41 Prozent) und Betriebsausfälle (40 Prozent).

Für die Studie befragte das Analysehaus Heute und Morgen im Auftrag der Gothaer 1.022 Personen, die in ihren Unternehmen für das Thema Versicherungen (mit-) verantwortlich sind.

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37 Prozent der befragten KMU gehen davon aus, dass das Risiko, Opfer eines Cyberangriffs zu werden, in den nächsten zwölf Monaten zunehmen oder stark zunehmen wird. Im vergangenen Jahr waren es 34 Prozent. 49 Prozent erwarten, dass die Gefahr gleich bleibt und nur 2 Prozent gehen von einem sinkenden Risiko aus.

25 Prozent der KMU mit Cyber-Versicherung

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Das spiegelt sich auch in der Nachfrage nach den Cyber-Versicherungen wider. Laut der Gothaer-Studie sichert sich mittlerweile jedes vierte KMU gegen Cyberrisiken ab. Im vergangenen Jahr war es nur jedes fünfte. Im Vergleich zum Jahr 2021 stieg der Anteil der versicherten Unternehmen sogar um 9 Prozentpunkte.  

Doch warum sichern sich die restlichen 75 der befragten Firmen nicht gegen Cyber-Gefahren ab? Auf diese Frage antworteten 44 Prozent der Befragten ohne Absicherung gehen, dass sie kein lohnendes Ziel für Cyberattacken darstellen. „Das ist ein Trugschluss, gerade kleinere Unternehmen können für Angreifer ein attraktives Ziel sein“, sagt Thomas Bischof, Vorstandsvorsitzender der Gothaer Allgemeine. Denn hier seien teilweise noch wenige robuste Sicherheitsmaßnahmen implementiert, sodass wichtige Daten leichter gestohlen oder verschlüsselt werden könnten.

 

28 Prozent finden Cyberpolice zu teuer 

35 Prozent der KMU ohne Absicherung sehen keine Notwendigkeit für eine Absicherung, da sie sich technisch gut genug geschützt fühlen. 28 Prozent halten eine Cyberpolice für zu teuer. 17 Prozent der befragten Unternehmen waren schon einmal von einem Angriff betroffen. Von ihnen gaben 47 Prozent an, dass Daten gestohlen wurden, 43 Prozent hatten mit einer Betriebsunterbrechung zu kämpfen und bei 21 Prozent wurden Geschäftsgeheimnisse gestohlen.

Jeder Zweite will Assistance-Leistungen

Beim Abschluss einer Cyberpolice achten mit 51 Prozent die meisten Befragten auf die Assistance-Leistungen im Schadenfall – also Krisenberatung und Datenwiederherstellung. Auch die Beitragshöhe der Cyberpolice (47 Prozent) und eine 24-Stunden-Notfallhotline (45 Prozent) sind laut Studie wichtige Kriterien bei einem Abschluss.

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