Das Maklerunternehmen Cyberdirekt und das amerikanische Unternehmen Corvus Insurance haben eine Kooperation für den Vertrieb von Cyberversicherungen geschlossen. Der Assekuradeur wurde 2017 gegründet, hat seinen Hauptsitz in Boston und beschäftigt über 250 Mitarbeiter weltweit. Bereits im vergangenen Jahr hatte der Spezialversicherer in Frankfurt am Main ein Büro eröffnet und den Einstieg in den deutschen Markt seitdem offenbar vorbereitet.
Cyberdirekt hat sich nach eigener Aussage auf den Vertrieb von Cyberversicherungen für kleine und mittelständische Unternehmen spezialisiert. Auf der digitalen Plattform mit Vergleichsrechner der Berliner ist Corvus der 15. Anbieter und taucht auch im dortigen Rating auf. Über die Vertriebsplattform können Versicherungsmakler ab sofort die Cyberpolicen von Corvus für Unternehmen mit einem Jahresumsatz von bis zu 100 Millionen Euro anbieten und digital abschließen.
Corvus setzt auf Reichweite der Cyberdirekt-Plattform
Ein Kernargument für die Zusammenarbeit scheint die Reichweite von Cyberdirekt zu sein, die das Insurtech mit 1.600 Makler-Unternehmen mit über 3.000 registrierten Nutzern angibt. „Aggregatoren spielen in unserem US-Heimatmarkt eine extrem wichtige Rolle im Vertrieb von Cyberversicherungen, sagt Oliver Delvos, Head of International und Geschäftsführer der deutschen Tochter Corvus Underwriting. Cyberdirekt sei als eine der größten Vertriebsplattform im KMU-Segment der perfekte Partner für die Ausweitung der Aktivitäten in Deutschland und werde die Innovation im europäischen Markt weiter vorantreiben.
Laut Bedingungswerk zahlt Corvus standardmäßig bei Betriebsunterbrechung, Bedienfehler und Systemausfall. Optional verfügbar sind als Deckungsbausteine Cloud-Ausfall, Cyber-Diebstahl, Cyber-Betrug und E-Payment. Dabei verzichtet der Anbieter auf technische Obliegenheiten, heißt es weiter, betreibt eine eigene Krisen-Hotline und stellt auf Anfrage jedem Versicherungsnehmer kostenlos einen Scan-Bericht zur Verfügung. Der soll Kunden dabei helfen, kritische Sicherheitslücken zu identifizieren und die eigene IT zu verbessern.
