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Dachfonds: Gerangel um Steuervorteile

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Die Bundesregierung will möglicherweise ab Januar 2009 auch Gewinne, die innerhalb von Dachfonds anfallen, mit der Abgeltungssteuer belegen. Das schreibt die „Financial Times Deutschland“ in ihrer aktuellen Ausgabe. Damit bezieht sie sich auf einen internen Formulierungsentwurf für das neue Investmentsteuergesetz.

Hintergrund: Bisher galten Dachfonds als steuergünstige Vermögensverwaltungen, weil alle internen Portfolio-Umschichtungen steuerfrei bleiben sollten. Vor diesem Hintergrund gab es bereits im vergangenen Jahr eine Gründungswelle für Dachfonds. Die Investmentbranche rechnet auch für das laufende Jahr mit milliardenschweren Umschichtungen in diese Fonds.

Zwischenzeitlich hat der Bundesverband Investment und Asset Management (BVI) reagiert: „Wir sind davon überzeugt, dass keine verschärfenden Regelungen für Dachfonds vorgesehen sind und empfehlen Anlegern, auf die vom Gesetzgeber verabschiedeten Rahmenbedingungen zu vertrauen“, sagt Peter Maier, Leiter der BVI-Steuerabteilung. Bei Dachfonds sei „systemimmanent“, dass realisierte Kursgewinne auf Ebene des Fonds zunächst keine Besteuerung beim Anleger auslösen würden. Dies entspreche dem verfassungsrechtlichen Prinzip der Besteuerung nach der Leistungsfähigkeit.

Bis zum Abend gab es noch kein eindeutiges Dementi aus dem Bundesfinanzministerium: Ein belastbarer Referentenentwurf, so ein Sprecher, liege noch nicht vor. Im Zusammenhang mit dem geplanten Investmentsteuergesetz ist allerdings eine weitere Frage offen, denn nicht nur die Steuervorteile von Dachfonds sollen bedroht sein. Bereits in der vergangenen Woche wurden Pläne bekannt, dass die Bundesregierung den Bestandsschutz für Zertifikatefonds aufheben will.

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