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Dan Sauer ist seit 2002 für die Nordea-Gruppe tätig. Geschäftsführer der Nordea Fonds Service Gesellschaft ist der studierte Jurist seit 2009.

Dan Sauer ist seit 2002 für die Nordea-Gruppe tätig. Geschäftsführer der Nordea Fonds Service Gesellschaft ist der studierte Jurist seit 2009.

Dan Sauer im Interview

„Fondsidee zu Ende gedacht“

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DAS INVESTMENT: Wenn man vor ein paar Jahren über Nordea gesprochen hat, sagte jeder, das sind doch die mit Tom Stubbe Olsen, und die können gut Value-Aktien. Das hat sich inzwischen massiv gedreht.

Dan Sauer:
Das ist richtig. Wir haben den ganzen Boutiquenansatz im Jahr 2007 angefangen zu etablieren. Wir haben begonnen, uns Konzepte anzuschauen, die unabhängig von einer breiten Haus-meinung funktionieren. Daher nutzen wir interne und externe Boutiquen. Unser Multi-Asset-Team ist ein internes Team. Unser derzeit zweitwichtigstes Team um den North American All Cap ist extern. Aber natürlich ist Tom Stubbe Olsen auch noch ein sehr wichtiger Teil der Nordea-Boutique. Immerhin ist der Mann seit 16 Jahren seinem Ansatz treu. Richtig ist aber, dass wir in den vergangenen Jahren wahnsinnig viel verändert und ergänzt haben.

Welche Konsequenz hat diese Erweiterung für Sie als Geschäftsführer?

Das ist eine Herausforderung, aber auch ein Segen. Früher waren wir eine Monokultur, heute können wir viel besser diversifizieren dank der unterschiedlichen Strategien. Die Anforderungen für unsere Kunden, aber auch für den Vertrieb sind enorm. Früher war es für unseren Vertreib recht einfach zu glänzen. Das war aber auch nicht wirklich ein Kunststück. Es gab ja nur eine Strategie zu vertreiben und die blieb damals auch noch immer dieselbe. Immer die gleichen Manager und oft jahrelang die gleichen Value-Aktien. Das war nicht besonders schwierig. Heute muss der Vertrieb in zehn Strategien topfit sein und in 20 bis 30 einen anständigen Überblick haben.

Mit dem Multi-Asset-Fonds Stable Return haben Sie einen Blockbuster im Programm. Europaweit haben Sie im vergangenen Jahr über 2 Milliarden Euro eingesammelt. In den ersten Monaten des Jahres 2015 sind es bereits mehr als 2 Milliarden Euro neues Kapital. Könnte schlechter laufen.


Ja, wir sind sehr zufrieden. Die Dynamik ist unglaublich. Es gibt keinen Pool, wo wir nicht unter den Top 10 sind. Nach Morningstar-Zahlen sind wir der einzige europäische Asset Manager, der die vergangenen vier Jahre nonstop unter den zehn Gesellschaften mit dem höchsten Absatz in Europa war. Das war nicht unser Anspruch, wir nehmen es aber durchaus mit Wohlwollen zur Kenntnis.

Der Nordea Stable Return wird im November zehn Jahre alt, verwaltet gut 5,7 Milliarden Euro. Das waren ja trostlose erste acht Jahre.

Ja, das stimmt. Aber nun ist das Momentum auf unserer Seite. Wichtig ist aber zu wissen, der macht auch seit zehn Jahren stets das Gleiche. Da hat uns lange keiner zugehört, und es wurden eher Manager gewählt, die sehr pointierte Anlageentscheidungen getroffen haben. Das machen wir nicht, wir sind sehr viel technischer. Die Leiter des Portfoliomanagements sind Mathematiker und betreiben aktives Risikomanagement.

Keine Meinung, nur Analyse?

Wir wissen, wie die Welt funktioniert. Aber die Makro-Sicht dominiert nicht unsere Investmententscheidungen. Die fallen ausschließlich auf Basis der Risikoanalyse.

Sehen Sie da einen Zeitenwechsel? Weg von den Meinungsmachern und den Leuchttürmen, hin zu den Technokraten?


Das geht mir zu weit. Die Wettbewerber machen ja einen tollen Job. Und bedienen ja den Bedarf und Sehnsüchte. Das ersetzen wir nicht. Aber der Markt ist gereift. Und das ist ein gesunder Trend, sicher einer der besten, die wir je hatten in der Branche. Der Stable Return ist die Fondsidee zu Ende gedacht, lässt aber Platz für andere gute Konzepte.

Und auf Fachmessen legen Sie ein Kinderbuch aus.

Wir denken an die Kunden von morgen. Das gefiel uns außerordentlich gut, das kommt von einem spanischen IFA, ist toll illustriert und läuft super. Kun-den fragen für ihre Kinder an, und in Wahrheit lernen die auch noch ordentlich was dazu. Das ging mir auch so.

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