"Dann müssten wir uns nach anderen Erlösquellen umschauen"

S-Broker-Vorstand: Mit digitalen Services gegen US-Fintechs

In den USA gibt es Online-Broker, die ihren Kunden keine Transaktionskosten mehr in Rechnung stellen. Ein Beispiel ist das Start-Up Robinhood aus Palo Alto, Kalifornien. Statt Gebühren zu bezahlen, stellen die Kunden dem Start-Up ihre Daten zur Verfügung. Mit diesen Kundendaten sollen dann margenträchtige Produkte entwickelt werden.

„Wenn sich diese Modelle durchsetzen, müssten wir uns nach anderen Erlösquellen umschauen", zitiert die Börsen-Zeitung Jens Wöhler, Vorstandsmitglied bei S Broker, dem Online-Broker der Sparkassen-Finanzgruppe. Um sich gegen die US-Konkurrenz zu behaupten, sucht S Broker bereits nach neuen Erlösquellen. So denkt Wöhler darüber nach, mehr auf Serviceerlöse aus Dienstleistungen für die Sparkassen zu setzen. Auch die digitale Anlageberatung, so genanntes Robo-Advice, sei ein Thema.

Außerdem wird der Online-Aufritt von S Broker komplett überarbeitet. Die Homepage soll laut Wöhler schöner und benutzerfreundlicher werden. „Die Plattform muss mehr Spielplatz als Bank sein. Kunden suchen ein digitales Erlebnis, es muss auch Spaß machen."

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