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Danske Invest-Experte Lars Skovgaard Andersen erklärt, warum es eine Kunst ist, den richtigen Zeitpunkt für eine Investition im sogenannten Hypezyklus für neue Technologien zu finden. | © Danske Invest

Danske Invest Die Kunst, eine ausgereifte Technologie zu erkennen

Regelmäßig kommen neue bahnbrechende Technologien auf den Markt, die ungeahnte Möglichkeiten mit sich bringen. Zusätzlich erschließt sich ein enormes Wirtschaftspotenzial mit diesen digitalen Lösungen. Als Anleger kribbelt es unwillkürlich in den Fingern.

Doch leider funktioniert das selten so leicht und problemlos, wie die Optimisten erwarten. Teilweise dauert es vom Prototyp bis zu einer kommerziell nachhaltigen Technologie sehr lange, teilweise werden viele der besten Ideen von größeren Unternehmen oder Beteiligungsgesellschaften aufgekauft. Und oft ist es Glückssache, ob tatsächlich an der Börse in eine der vielversprechenden neuen Technologien investiert werden kann. Wenn dies der Fall ist, sind diese Aktien oft von einem so großen Hype umgeben und daher sind die Bewertungen weit von der Realität entfernt. In vielen Fällen können die Gewinne einfach nicht mit den extrem hohen Erwartungen Schritt halten.

Im Hypezyklus ins Schwarze treffen

Neue Technologien sind meist von einem enormen Hype umgeben. Häufig fürchten Anleger, dass sie den Zug verpassen könnten, so dass sie blind zu einem viel zu frühen oder zu teuren Zeitpunkt aufspringen. Bei Danske Invest legen wir deshalb großes Augenmerk darauf, wann man idealerweise in neue Trends investieren sollte - die Kunst, den richtigen Zeitpunkt für eine Investition im sogenannten Hypezyklus für neue Technologien zu finden.

Ein Hypezyklus beschreibt den klassischen Lebenszyklus von neuen Technologien aus Anlegersicht. Das Problem ist jedoch, dass in der Regel die kurzfristigen Auswirkungen über- und die langfristigen Auswirkungen unterschätzt werden.

Neue Technologien scheinen kurzfristig oft wie eine Revolution zu wirken, in der Regel benötigen sie aber eine gewisse Zeit, bis sie sich am Markt auch durchgesetzt haben. Während sich der Medienhype legt und sich enttäuschte Anleger zurückziehen, erlangt die Technologie langsam eine gewisse Reife und Entwicklung, die zu ihrem breiten, kommerziellen Durchbruch führt. Häufig ist zu sehen, dass die Unternehmen, die ursprünglich an der Entstehung eines Hypes beteiligt waren, zum Schluss gar nicht die langfristigen Branchengewinner sind. Haben sich Anleger aber bereits an den frühen, vielversprechenden Akteuren einer Technologie die Finger verbrannt, kann es schwer sein, wieder auf die Welle aufzuspringen, wenn die Technologie wirklich eine kommerzielle Reife erlangt hat.

Hier lief es schief

Am Beispiel Smartphones ist der Prozess gut zu erklären. Ende der 1990er Jahre und Anfang des neuen Jahrtausends träumten die Menschen von internetfähigen Mobiltelefonen und das führte zu einem großen Hype, der zum Platzen der Dotcom-Blase beitrug. Viele Investoren verloren so viel Geld mit IT-Aktien, dass es mehrere Jahre dauerte, bevor sie wieder dazu bereit waren, diesen Bereich für ihre Anlagen in Erwägung zu ziehen, wodurch ihnen viel Rendite entging. Denn in der Zwischenzeit erfand sich Apple neu und verhalf dem Smartphone zu seinem globalen Durchbruch und den Aktionären zu einer ansehnlichen Rendite. Währenddessen sahen viele gebrannte Anleger von der Seitenlinie aus zu und konstatierten, dass die ursprünglichen Spitzenreiter wie Nokia und Ericsson von rechts überholt wurden.

Heute ist im Technologiesektor 5G einer dieser Bereiche, in dem es einen übertriebenen Hype gibt. Es besteht kein Zweifel, dass westliche Unternehmen nur darauf warten, dieses Geschäftsfeld von Huawei zu übernehmen. Allerdings geht der 5G-Rollout nur langsam voran und es ist nicht sicher, ob 5G in absehbarer Zeit zu einer attraktiven Anlagechance wird.

Die Zeit ist reif für Elektrofahrzeuge

Im Gegensatz dazu sind Elektrofahrzeuge ein Thema, das allmählich an den Punkt im Hypezyklus kommt, an dem es aus Anlagegesichtspunkten interessant erscheint. Die Technologie erfährt eine immer größere globale, kommerzielle Dynamik. Hier liegt die Betonung auf Elektrofahrzeugen und nicht auf Elektroautos. Tesla mag zwar dafür gesorgt haben, dass es cool ist, mit einem Elektroauto zu fahren. Aber diese Technologie findet noch in vielen weiteren Bereichen Anwendung, zum Beispiel bei E-Scootern, die man momentan überall in Großstädten sieht, und E-Bikes.

Große Länder wie China und Indien legen einen extrem starken Fokus auf die Entwicklung von E-Fahrzeugen - nicht zuletzt, um die Luftverschmutzung in den Griff zu bekommen. Das bedeutet große Investitionen in Forschung und Entwicklung von neuen, noch besseren Lösungen. Hier kann es also schnell zu Zuwächsen kommen und das trägt dazu bei, dass aus Anlegersicht das Geschäftspotenzial in diesem Bereich groß ist.

Welche E-Fahrzeuge zu den künftigen Gewinnern zählen werden, ist schwer zu sagen, aber der erste Hype ist überstanden. Die große Unsicherheit darüber, welche Unternehmen die künftigen Branchenführer sein werden, erfordert allerdings eine breite unternehmens- und technologieübergreifende Ausrichtung. Das ist zumindest der aktuelle Investmentansatz von Danske Invest in diesem Bereich.

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