Tänzer des Royal Danish Ballet bei einem Auftritt in Kopenhagen: Laut Danske Bank AM sollten Anleger die richtige Balance zwischen Value- und Wachstumsaktien finden, um nicht auf dem falschen Fuß erwischt zu werden. | © Getty Images

Danske-Stratege zur Risikodiversifikation

„Stehen Value-Aktien vor einem Comeback?“

Wenn man die verschiedenen Aktientypen betrachtet, waren die Kursanstiege der letzten Jahre ungleich verteilt. Während globale Wachstumsaktien in den letzten fünf Jahren um 65,3 Prozent gestiegen sind, haben globale Value-Aktien (gemessen am MSCI World) lediglich 35,8 Prozent erzielt.

Wir befanden uns mitten in einem Konjunkturaufschwung, in dem Anleger extrem großes Interesse an Wachstumsunternehmen gezeigt haben, egal wie hoch sie bewertet waren. Das hat fast zu einer Herdenmentalität unter den Investoren geführt. Das könnte sich ändern: Historisch gesehen hat sich das Gleichgewicht zwischen Wachstums- und Value-Aktien in Wellen bewegt. Nach einer langen Phase, in der Wachstumsaktien im Mittelpunkt standen, könnten wir uns durchaus einem Zeitpunkt nähern, an dem Anleger ihr Augenmerk wieder verstärkt auf den Wert richten, der sich in Value-Aktien verbirgt.

Wachstum versus Value – zwei verschiedene Stilarten

Bevor wir auf die Gründe dafür eingehen, erläutern wir zuerst die Begriffe Wachstum und Value, die zwei klassische Stilarten am Aktienmarkt darstellen:

WACHSTUMSUNTERNEHMEN zeichnen sich durch ein hohes Umsatz- und Gewinnwachstum im Vergleich zum breiten Aktienmarkt aus, aber auch durch hohe Bewertungen. Zu diesen Unternehmen zählen unter anderem digitale Riesen wie Facebook und Alphabet (Google).

VALUE-UNTERNEHMEN sind gemessen am Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV), Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) und der Dividendenrendite im Vergleich zum übrigen Aktienmarkt günstig bewertet (siehe Kasten). Als Anleger bekommt man hier eine günstigere Beteiligung an den fundamentalen Werten der Unternehmen.

Value-Aktien sind häufig Unternehmen oder Branchen, die bei Anlegern nicht sonderlich beliebt sind. Zum Beispiel, weil die Unternehmensgewinne nicht zufriedenstellend ausfallen, weil sie einen schlechten Ruf haben oder weil die Anleger an ihrem langfristigen Potenzial zweifeln. Das können oft reife Unternehmen sein, die aus irgendeinem Grund in Schwierigkeiten stecken, deren Renditepotenzial aber noch intakt ist, wenn es die Unternehmen schaffen, diese Herausforderungen zu überwinden.

Wachstum hat Value weit hinter sich gelassen. Die Abbildung zeigt die kumulierte Rendite von globalen Wachstums- bzw. Value-Aktien über die letzten fünf Jahre. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein zuverlässiger Indikator für künftige Erträge.
Quelle: Macrobond, auf Basis des MSCI World Value bzw. MSCI World Growth Index, Gesamtrendite in USD.

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