Volker Schilling, Vorstand der Investmentboutique Greiff Capital Management und Redakteur von DER FONDS ANALYST.

Volker Schilling, Vorstand der Investmentboutique Greiff Capital Management und Redakteur von DER FONDS ANALYST.

Darum lobt Volker Schilling den Invesco Global Structured Equity

„Gehört seit Jahren zu den besten Quant-Fonds unter Rendite-Risiko-Gesichtspunkten“

Weniger Schwankungen – attraktive(re) Erträge mit „Low Volatility“: INVESCO GLOBAL STRUCTURED EQUITY (WKN A0L ELN)! Im aktuellen Niedrigzinsumfeld führt augenscheinlich kein Weg an Aktien vorbei. Doch nach den starken Schwankungen der letzten Jahre finden sich nicht sehr viele mutige Anleger und deshalb ist vor allem Risikominimierung angesagt. Bestenfalls mit Strategien, die Anleger am Kursaufschwung beteiligen, in Krisenzeiten jedoch nur moderat verlieren. Und es scheint so, als wenn dies mit der sogenannten „Low Volatility-Strategie“ funktionieren würde. Denn trotz relativ geringen Schwankungen liefern Low Vola-Fonds auf lange Sicht mehr Rendite als Fonds, die stärkeren Schwankungen unterliegen. Sie investieren in Aktien, die eine geringe Volatilität aufweisen, deren Kurse also vergleichsweise wenig schwanken. Für Low Volatility sprechen unter anderem die niedrige Korrelation der aktiven Renditen und die reduzierten Verlustrisiken im Vergleich zu traditionellen Aktieninvestments.

Auf den ersten Blick klingt das Konzept der Low Volatility-Fonds einfach und leicht nachvollziehbar: Wenn alle Komponenten eines Portfolios wenig schwanken, muss zwangsläufig auch die Wertentwicklung des Portfolios gleichmäßig verlaufen. Aber warum bringen die Fonds gleichzeitig auch mehr Rendite als ein Portfolio mit volatilen Aktien, es gilt doch das ungeschriebene Gesetz: Je höher das Risiko bzw. die Volatilität, desto höher die Rendite, je niedriger das Risiko, umso geringer die Rendite. „Empirische Untersuchungen für unterschiedliche Aktienmärkte widerlegen den oft postulierten positiven Zusammenhang zwischen Risiko und Rendite“, sagt Michael Fraikin, Manager des Invesco-Pan-European-Structured-Aktienfonds. Anleger werden also doch nicht für das Eingehen von höheren Risiken belohnt. Ein Grund dafür sieht Fraikin darin, „dass  risikofreudige Anleger zu viel für Unternehmen zahlen, bei denen sie Riesenchancen vermuten. Weniger volatile Aktien werden dagegen bislang zu preiswert gehandelt“, so der Fondsmanager.

Die Structured-Equity-Fonds von Invesco gehören seit Jahren zu den besten Quant-Fonds unter Rendite-Risiko-Gesichtspunkten! Invesco verwaltet in dieser Strategie insgesamt rund 35 Milliarden US-Dollar und verfügt über eine jahrzehntelange Erfahrung: Die Wurzeln der Strategie gehen bis in die frühen 1980er-Jahre zurück und diese wird ständig weiterentwickelt. Der Auswahlprozess der Aktien besteht im Prinzip aus vier Säulen: Gewinnerwartungen, Marktsentiment, Management & Qualität und Bewertung. Diese vier Bausteine hat Invesco als besonders wichtig für die Wertentwicklung von Aktien identifiziert. Jeder Baustein besteht aus verschiedenen Indikatoren, die alle quantifizierbar und damit vergleichbar gemacht werden. So lassen sich beispielsweise im Bereich Management durch die Betrachtung der Eigen- und Fremdkapitalposition eines Unternehmens und deren Entwicklung Rückschlüsse auf das Verhalten und die Ziele der Firmenlenker ziehen.

Betrachtet wird vom Invesco-Team aber auch die markttechnische Entwicklung (Marktsentiment): Weist eine Aktie derzeit relative Stärke auf oder steht eine kurzfristige Trendumkehr bevor? Aus diesen Kennziffern werden ein Ranking und die Renditeprognosen erstellt und die Manager kaufen einfach die Aktien, die das Modell als die attraktivsten ausgespuckt hat. Bei den Investitionsentscheidungen spielen also Emotionen oder das Bauchgefühl des Fondsmanagers keine Rolle. Auch bei der Struktur des Fondsportfolios gibt es klare Regeln: Eine Aktie wird mit maximal zwei Prozent, ein Sektor mit 25 und ein Land mit maximal 40 Prozent gewichtet. Das führt dazu, dass etwa die USA mit knapp 20 Prozentpunkten geringer gewichtet sind als im MSCI World. Derzeit befinden sich 108 Titel im Portfolio, die USA ist als Region mit knapp 37 Prozent am höchsten gewichtet, gefolgt von Großbritannien (13 Prozent), Kanada (10 Prozent) und Japan (7 Prozent). Das Währungsrisiko ist strategisch abgesichert, die Basiswährung ist der US-Dollar. Dass die Strategie langfristig erfolgreich sein kann, beweist Invesco mit seinem Team seit Jahren und Anleger, die hohe Schwankungen bei Aktieninvestments unbedingt vermeiden möchten, sollten eventuell mehr als ein Auge auf den Fonds werfen.

Diese Analyse erschien zuerst in DER FONDS ANALYST – dem zweimal monatlich erscheinenden Informationsdienst für professionelle Investmentstrategien in internationalen Aktien-, Renten- und Spezial-Fonds. Herausgeber ist die Greiff capital management AG, Investmentmanager und Analyst für fondsbasierte Anlagestrategien. Verantwortlicher Redakteur ist Edgar Mitternacht, Vorstand und Portfoliomanager weitere Redakteure: Volker Schilling, Vorstand und Portfoliomanager, und Robert Habatsch, Portfoliomanager. Unter https://twitter.com/DERFONDSANALYST können Sie DER FONDS ANALYST auf Twitter folgen.

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