Portfoliomanager geben Ausblick Das bringt 2021 für US-Aktien, Infrastruktur und Co
Small Caps: „Kleine Unternehmen verzeichnen überraschend robuste Gewinne“
Unterstützt durch die Impfstoffe und die verzögerte Wirkung der massiven monetären und fiskalischen Stimuli sehen wir eine allmählich gleichlaufende, globale Erholung. Dies sollte weiterhin die globalen Small Caps – und hier insbesondere die zyklischen Werte – bevorzugen. Beide sind überfällig, wenn es darum geht, wieder Marktführer zu werden. Die Small Caps in den USA verzeichneten im November 2020 gerade erst ihren besten Monat in der Geschichte des Russell 2000 Index und legten in diesem Monat um 18,4 Prozent zu, während der Russell 2000 Value Index um 19,3 Prozent zulegte.
Auch wenn sich nach einem Monat noch kein Trend abzeichnet, scheint die Verschiebung sowohl in Richtung Small Caps als auch in Richtung Value dennoch den sich abzeichnenden Übergang zu einer breit angelegten wirtschaftlichen Erholung widerzuspiegeln, die auf der Verfügbarkeit eines Impfstoffs und einer anschließenden breiten Wiederöffnung der Wirtschaft beruht. Wir gehen davon aus, dass sich die im November konstatierte Entwicklung fortsetzt, obwohl auch wir mit Volatilität und Konsolidierung rechnen.
Viele Small-Cap-Unternehmen verzeichneten überraschend robuste Gewinne im dritten Quartal. Diese werden für die zukünftige Aktienmarktperformance von allergrößter Bedeutung sein, insbesondere bei den Small Caps, da starke Ertragserholungen Bewertungsrückgänge ausgleichen. Darüber hinaus dürften Gewinnvergleiche über weite Strecken des nächsten Jahres recht vorteilhaft ausfallen. Wir sind jedoch auch weiterhin der Ansicht, dass Selektivität von entscheidender Bedeutung ist, da trotz weiterer Belebung des Wachstums die wirtschaftliche Aktivität voraussichtlich uneinheitlich bleiben wird.
Francis Gannon, Co-Investmentchef von Royce Investment Partners
