Das Dagobert-Duck-Phänomen So schützen Berater die Generation 50plus vor den falschen Produkten

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Das Dagobert-Duck-Phänomen

Finanzielle Mittel sind vorhanden, die Vermögen mehren sich sogar. Doch wie Dagobert Duck sitzen die meisten bislang lieber auf ihrem Geldberg, als die Mittel langfristig anzulegen. Die Bundesbank fragte nach und verglich die Vermögensverteilung in Deutschland mit Erhebungen von vor fünf Jahren. 

Das Finanzvermögen wuchs deutlich: von 47.000 Euro im Jahr 2010 auf 53.900 Euro im Jahr 2014. Neben den Preisen von Aktien und anderen Wertpapiern erklärt die Bundesbank diesen Anstieg um 15 Prozent auch mit den Sparanstrengungen der Haushalte. Sie beliefen sich im Jahr 2014 auf durchschnittlich etwa 5 Prozent ihres verfügbaren Einkommens.

Das höchste Nettovermögen

Das Nettovermögen steigt. Das beobachtet auch das Kölner Marktforschungsund Beratungsunternehmen Heute und Morgen, das in einer aktuellen Studie Berufstätige über 50 Jahre befragt hat.

Im Fokus standen deren Sorgen und Wünsche vor allem in Bezug auf Geldangelegenheiten. Die untersuchte Gruppe der „Silver Ager“ verfügt neben den „Golden Agern“, der Altersgruppe von 65 bis 75 Jahren, im Schnitt über das höchste Nettovermögen.

Wiederanlage als Trendthema 

Die Befragten sind jedoch nicht nur finanzkräftig, sondern auch überdurchschnittlich an Vorsorge und Finanzplanung interessiert, da sie den Ruhestand bereits vor Augen haben. Sie präferieren vor allem risikoarme Finanzprodukte. Nur 8 Prozent der Befragten haben seit Beginn der Niedrigzinsphase verstärkt in Aktien oder Fonds investiert.

Die Studie zeigt auch, dass fast die Hälfte in den nächsten Jahren Auszahlungen aus Lebensversicherungen erwartet – von denen sich zwei Drittel vorstellen können, das Geld wieder anzulegen.

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