Das Ende des ITA-„Handelsblatt“-Streits

„Handelsblatt“ unterschreibt Unterlassungserklärung

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Knapp drei Wochen dauerte der Streit zwischen dem „Handelsblatt“ und dem Institut für Transparenz (ITA). Dann willigte das Handelsblatt ein, weitere Kritik am ITA zu unterlassen. Zudem hat die Zeitung ihren Artikel mit einer Anmerkung ergänzt.

So schreibt die Redaktion: „Die Beispielsberechnung, die in einer vorherigen Version dieses Beitrags veröffentlicht wurde, konnte den Eindruck erwecken, dass Riester-Sparer durch die fehlerhafte Kalkulation tatsächlich weniger Rente beziehen als gedacht. Dieser Eindruck ist falsch.“

Auch das ITA kommt zu Wort. So heißt es: „Das ITA hebt hervor, dass beide Renditewerte je nach Betrachtungsweise zutreffend sind und es für den Sparer nur darauf ankommen könne, wie sich seine Eigenbeiträge verzinsen. .... Die Kosten in Euro und das Endguthaben seien gleich hoch. Die uneinheitliche Darstellung habe keinen Einfluss auf die Ergebnisse der Studie gehabt.“

Gegenüber dem Online-Portal „Procontra“ äußert sich die Sprecherin des Handelsblatts etwas verhaltener. Die missverständliche Beispielrechnung habe man zwar zurückgezogen, die „Kernaussagen des Artikels und insbesondere die Kritik an der Studie“ hätten „weiterhin vollen Bestand“. Das ITA erklärte in einer Pressmitteilung: „Für das ITA ist die Angelegenheit damit erledigt und es sieht nunmehr einem kritischen aber konstruktiven Dialog in den anstehenden Sachfragen entgegen.“

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