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Die "Emirates Mall" in Dubai: Hier kaufen die Reichen ein
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Das Geschäft mit den Nahost-Reichen lockt

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Das Geschäft mit vermögenden Privatkunden (HNW; High Net Worth) im Nahen Osten boomt, zumindest wenn man die Neuzugänge bei den Privatbanken betrachtet. Laut Finanznachrichtendienst Bloomberg haben viele internationale Privatbanken in den vergangenen drei Jahren massiv ihre Büros in Dubai & Co. ausgebaut.

Eine kleine Auswahl der vergangenen und kommenden Monate: Im August verstärkt der ehemalige Credit-Agricole-Banker Albert Momdjian die Schweizer Großbank UBS im Bereich Schwellenländer-Privatkunden. Julius Bär hat bereits im Juni Edmond Carton als Leiter der Region Naher Osten von Credit Suisse abgeworben. Und das Bankhaus Coutts, Privatbank-Tochter der Royal Bank of Scotland, will sein Personal für den Nahen Osten in den kommenden vier Jahren sogar verdoppeln, heißt es von Bloomberg.

Grund dafür seien die politischen Rahmenbedingungen. „Viele vermögende Privatkunden aus den Ländern mit den größten Unruhen haben in den vergangenen Wochen Teile ihres Vermögens an internationale Banken überwiesen, um es in Sicherheit zu bringen“, so Florence Eid, Gründer der Londoner Beratungsgesellschaft Arabia Monitor.

Profitiert haben davon unter anderem die Institute der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). In den ersten fünf Monaten dieses Jahres stieg der Vermögensbestand bei VAE-Banken um 7 Prozent auf 1.123,5 Milliarden Dirham (214,4 Milliarden Euro). Das ist mehr als im gesamten Jahr 2010.

Aber nicht nur der Transfer von großen Privatvermögen verspricht Profit. Insgesamt steigt im Nahen Osten die Zahl der vermögenden Privatkunden (HNW): Allein 2010 um 10,4 Prozent auf 400.000. Das Gesamtvermögen dieser Gruppe kletterte sogar um 12,5 Prozent auf 1,2 Billionen Euro, heißt es im World Wealth Report 2011 der Beratungsgesellschaft Capgemini und dem Bankhaus Merrill Lynch. Das Wachstum der Gruppe sowie des Vermögens sei so hoch wie nirgendwo auf der Welt.

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