Studentin an der Uni Witten/Herdecke: Anleger können die Studierenden-Anleihe der Hochschule kaufen (Foto: Private Universität Witten/Herdecke)

Studentin an der Uni Witten/Herdecke: Anleger können die Studierenden-Anleihe der Hochschule kaufen (Foto: Private Universität Witten/Herdecke)

Das ist doch mal nachhaltiges Investieren

Anleger können Studenten der Uni Witten/Herdecke kaufen

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Das Studieren an der Privatuniversität Witten/Herdecke kostet viel Geld. Und das bisherige Finanzierungsmodell – ein umgekehrter Generationenvertrag – reicht angesichts steigender Studentenzahlen nicht mehr aus. Woher also das Geld nehmen?

Die Studierendengesellschaft der Uni hat sich deshalb entschieden, ihre Studenten als Anlage auf den Markt zu bringen. Unter der Wertpapierkennnummer A12UD9 versteckt sich die Studierenden-Anleihe mit einer Mindestanlage von 1000 Euro. Die hat eine Laufzeit von zehn Jahren und eine feste Verzinsung von 3,6 Prozent im Jahr – und stieß auf großes Interesse bei Stiftungen und Privatanlegern, denen offenbar das nachhaltige Investieren mit Förderung der Bildung wichtig ist. Die Zeichnungsfrist wurde vorzeitig beendet, alle Anteile sind verkauft.

Ob sich das Modell allerdings rechnet, ist noch offen. Denn – so will es der umgekehrte Generationenvertrag – der Absolvent zahlt später einen Teil seines Gehalts zurück. Doch da der sich an der Höhe seines Gehalts bemisst, kann die Rückzahlung auch magerer ausfallen als gedacht.

Übrigens: Ganz neu ist die Idee nicht. So bietet etwas Career Concept Bildungsfonds mit einer jährlichen Rendite von 6 bis 7 Prozent an.

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