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„Das Kernproblem der EU“ So kommentiert Dirk Müller den Wechsel von José Manuel Barroso zu Goldman Sachs

Dirk Müller wirft EU-Politikern vor, sich zu sehr von den Interessen großer Unternehmen leiten zu lassen. Foto: Finanzethos
Dirk Müller wirft EU-Politikern vor, sich zu sehr von den Interessen großer Unternehmen leiten zu lassen. Foto: Finanzethos
Der angekündigte Wechsel von Ex-EU-Kommissionschef José Manuel Barroso als Berater zur Investmentbank Goldman Sachs ruft Kritik auf den Plan. Der populäre Börsenmakler und Fondsmanager Dirk Müller (Dirk Müller Premium Aktien Fonds) etwa bezeichnet in einem Kommentar auf seiner Facebook-Seite die „Verfilzung zwischen EU-Politikern und Großkonzernen/Finanzkonzernen“ als ein „Kernproblem“ der Europäischen Union.

Viele EU-Politiker dienten sich mit wirtschaftsfreundlichen Entscheidungen großen Konzernen an – ihren potenziellen Arbeitgebern nach dem Ausscheiden aus dem Amt, so Müller. Abseits von Angeboten aus der Industrie hätten viele Politiker schlechte Zukunftsaussichten und wollten auf diese Weise finanziell vorsorgen, kritisiert Müller. Diese Praxis werfe für viele Menschen einen negativen Schatten auf die „gute Idee ‚Europa‘“, kritisiert der wegen zahlreicher Börsenkommentare auch als „Mr. Dax“ bekannte Finanzprofi.

Auch aus den Reihen von Politikern verschiedener EU-Staaten hatte es Kritik an der jetzt bekannt gegebenen Entscheidung des Ex-EU-Kommissionschefs gegeben.
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