Barbara Bocks

Einstieg ins Metaverse Das Metaverse ist viel mehr als nur ein Computerspiel

Dajana Eder, Tobias Hintelmann, Franziska Richter und Andrea Klanke (v.l.) bei der Veranstaltung „Metaverse und Tokenisierung“ vom Bremer Quartier des DMW eV
Dajana Eder, Tobias Hintelmann, Franziska Richter und Andrea Klanke (v.l.) bei der Veranstaltung „Metaverse und Tokenisierung“ vom Bremer Quartier des DMW eV: „VR-Brillen sind der zweite Schritt, um das Metaverse zu verstehen. Der erste besteht darin, sich über die Zusammenhänge zu informieren.“
© Barbara Bocks

Metaverse ist neben ChatGPT und KI aktuell eines der Technologie-Buzzwörter.

Doch das, was wir heute vom Metaverse sehen, sind lediglich die ersten Schritte. Sehr viele Anwendungen sind noch gar nicht umgesetzt oder befinden sich in einem sehr frühen Stadium. Was alles möglich ist, wird wohl erst in einigen Jahren wirklich erlebbar.

Denn: Auch das Smartphone hat sich erst ab dem Punkt durchgesetzt, als es Nutzer:innen tägliche Aufgaben abgenommen hat. Das berichtete Dajana Eder, Co-Founderin von wom3n.DAO, bei einer Veranstaltung des Bremer Quartiers der Digital Media Woman e.V. in der Sparkasse Bremen.

 

Die folgenden Missverständnisse zum Metaverse hat die Web3-Expertin bei der Veranstaltung genauer erklärt:

  • Das Metaverse ist kein Computerspiel: Bei einem Shootergame schießt man auf eine bestimmte Stelle und wenn man danach wieder dort vorbeiläuft, sieht die Stelle wieder aus wie vorher. Im Metaverse ist das anders. Die Realität im Metaverse wird von allen Nutzer:innen in Echtzeit verändert.
  • Virtual-Reality-Anwendungen werden schon länger beispielsweise bei der Feuerwehr oder Polizei eingesetzt, um auf diese Weise den Umgang mit Gefahrensituationen zu üben.
  • Aktuell gibt es im Metaverse eine wahnsinnig große Anzahl an Wallets, Applikationen und Blockchains, auf denen die Anwendungen laufen. In ein paar Jahren wird es Toolboxen im Metaverse geben, ähnlich wie Webseitenbaukästen heute.
  • Das Wort Avatare klingt so abstrakt. Aber Profile in sozialen Netzwerken sind auch kuratiert und zeigen nur einen bestimmten Teil der eigenen Persönlichkeit.

In Bezug auf gelebte Diversity gehen Avatare noch ein Stück weiter. Hier können Nutzer:innen in verschiedene Charaktere eintauchen, die nichts mit ihrer eigentlichen realen Person zu tun haben müssen.

 

Metaverse: Avatare sind frei wählbar für alle

Auch körperlich beeinträchtigten Personen wie Rollstuhlfahrer:innen bietet das Metaverse die gleichen Möglichkeiten, sich dort zu bewegen wie allen anderen Nutzer:innen. Das werde bei der Diskussion um das Potenzial des Metaverse oftmals außer Acht gelassen, sagt Eder.

Dadurch, dass niemand wisse, welche Person sich hinter einem Avatar verberge, gebe es auch die Chance, sich dort ohne typische Vorurteile zu begegnen.

 

Über NFTs können Nutzer:innen das Aussehen ihrer Avatare individualisieren.

Viele der Räume im Metaverse sahen ursprünglich aus wie Klassenzimmer oder Wohnzimmer. Das hat es gerade Einsteiger:innen leichter gemacht, sich zurechtzufinden. Mittlerweile gibt es zahlreiche Räume ohne feste Strukturen wie Wände, beispielsweise also mit Kissen, die im Weltall umherschweben.

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Im Metaverse sind VR-Brillen für Einsteiger:innen der zweite Schritt

Um sich zum ersten Mal mit einem Avatar im Metaverse zu bewegen, eignet sich unter anderem die Anwendung „Spatial“. Diese können Nutzer:innen per PC oder Smartphone und ohne größere Vorkenntnisse nach der gewöhnlichen Computerspiellogik bestimmte Metaverse-Umgebungen besuchen.

Dazu gehört beispielsweise ein Besuch in einem digitalen Showroom von Boss, der sich an deren Miami Fashion Show anlehnt oder ein Spaziergang über Hausdächer in Paris.

 

VR-Brillen sind der zweite Schritt. Zuerst ist es aus Eders Sicht wichtig, sich mit den Begriffen und Zusammenhängen auseinanderzusetzen, vor allem, wenn man in den Metaverse-Kosmos investieren möchte.

Sie rät Einsteiger:innen, die Aktionen der Lieblingsmarken im Metaverse zu recherchieren und anhand dieser Recherche nachzuvollziehen, wie diese Umgebungen aufgebaut sind. 

Tokenisierte Investments in regionale Immobilien

Die Sparkasse Bremen ist zwar nicht direkt im Metaverse unterwegs, aber seit Neuestem im Bereich Tokenisierung. Kund:innen können seit Kurzem über deren Tochtergesellschaft Sachwert-Invest ab 500 Euro Anteile an regionalen Immobilien erwerben.

Möglich macht dies die Tokenisierung der Immobilien auf Blockchain. Diese laufe im Hintergrund. Für diese Investments sei kein Blockchain-Spezialwissen erforderlich, erklärt Tobias Hintelmann, einer der Geschäftsführer der Tochtergesellschaft der Sparkasse Bremen.

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