Laut der aktuellen BVI-Verwahrstellenstatistik zum Stichtag 31. Dezember 2025 verwahren die 27 in Deutschland aktiven Depotbanken insgesamt 3.095 Milliarden Euro für in Deutschland aufgelegte Fonds. Gegenüber dem Jahresende 2024, als das verahrte Vermögen noch bei 2.904 Milliarden Euro lag, entspricht dies einem Anstieg von mehr als sechs Prozent. Damit haben die Verwahrstellen erstmals die Drei-Billionen-Euro-Marke geknackt.

Die Marktkonzentration bleibt hoch: Die fünf größten Anbieter – BNP Paribas, State Street Bank International, DZ Bank, HSBC Continental Europe und Dekabank – verwahrten zusammen 2.154 Milliarden Euro und damit 70 Prozent des Gesamtvermögens. Zur Jahresmitte 2025 hatte dieser Anteil noch bei 69 Prozent gelegen.

Die Zahl der aktiven Verwahrstellen ist gegenüber Mitte 2025 von 29 auf 27 gesunken. Zuletzt hatte die Oldenburgische Landesbank die Degussa Bank übernommen, die damit als eigenständige Verwahrstelle vom Markt verschwand. Zudem verkaufte die Apobank ihr Verwahrstellengeschäft an die DZ Bank. Die Konsolidierung im deutschen Depotbankmarkt setzt sich somit weiter fort.

Nach Fondsgruppen entfiel der größte Anteil des verwahrten Vermögens auf offene Wertpapierfonds mit 2.736,4 Milliarden Euro. Offene Sachwertefonds kamen auf 300,7 Milliarden Euro, geschlossene Sachwertefonds auf 54,2 Milliarden Euro und geschlossene Wertpapier- und Beteiligungsfonds auf 3,4 Milliarden Euro. Damit sind offene Sachwertfonds die einzige Gruppe mit sinkendem Vermögen, Ende 2024 lag dieses noch bei 308,1 Milliarden Euro, also 7,4 Milliarden Euro höher.

Die Statistik, die der Fondsverband BVI gemeinsam mit dem Praxisforum Depotbanken erstellt, umfasst in Deutschland aufgelegte offene Wertpapierfonds und Sachwertefonds sowie geschlossene Investmentfonds gemäß Kapitalanlagegesetzbuch.

So entwickelte sich das verwahrte Vermögen

Nach Fondsgruppen in Milliarden Euro:

Offene Wertpapierfonds

2.736,4 (31. Dezember 2024: 2.542,6)

Offene Sachwertefonds

300,7 (31. Dezember 2024: 308,1)

Geschlossene Sachwertefonds

54,2 (31. Dezember 2024: 49,7)

Geschlossene Wertpapier- und Beteiligungsfonds

3,4 (31. Dezember 2024: 3,1)

Quelle BVI, Stand 31. Dezember 2025

Platz 10: Hauck Aufhäuser Lampe, Frankfurt – 89,6 Milliarden Euro
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Holger Sepp, Vorstand bei Hauck Aufhäuser Lampe und verantwortlich für den Geschäftsbereich Asset Servicing. | © HAL
Holger Sepp ist Mitglied des Vorstands bei Hauck Aufhäuser Lampe und verantwortlich für den Geschäftsbereich Asset Servicing. Bildquelle: HAL

Hauck Aufhäuser Lampe hat es erneut unter die Top 10 der deutschen Verwahrstellen geschafft. Zum Jahresende 2025 verwahrte die Bank 89,6 Milliarden Euro, nach 84,6 Milliarden Euro Ende 2024.

Die Verwahrstelle fällt in das Geschäftsfeld Asset Servicing: Neben Verwahrstellendienstleistungen ist Hauck Aufhäuser Lampe dort auch als Kapitalverwaltungsgesellschaft aktiv und bietet die Administration von Investmentprodukten für unabhängige Vermögensverwalter, Finanzdienstleister, institutionelle Investoren sowie Asset Manager an – mit Schwerpunkten in Deutschland, Luxemburg, der Schweiz, Österreich und Irland. Das Institut ist in allen Bereichen wie offene Wertpapierfonds, offene Sachwertefonds sowie geschlossene Sach- und Wertpapierfonds vertreten. 

Das verwahrte Vermögen verteilt sich auf diese Gruppen wie folgt: Bei offenen Wertpapierfonds hütet Hauck Aufhäuser Lampe 29,9 Milliarden Euro in Publikumsfonds und 6,3 Milliarden Euro in Spezialfonds. Im Bereich offener Sachwertefonds kommen 2,6 Milliarden Euro in Publikumsfonds und 36,6 Milliarden Euro in Spezialfonds hinzu. Bei geschlossenen Wertpapier- und Beteiligungsfonds verwahrt das Haus 1,0 Milliarden Euro in Publikumsfonds. Im Segment der geschlossenen Sachwertefonds entfallen 2,0 Milliarden Euro auf Publikumsfonds und 11,2 Milliarden Euro auf Spezialfonds. 

Jüngste Erfolgsmeldung: Hauck Aufhäuser Lampe hat ein Großmandat im Geschäftsbereich Asset Servicing gewonnen. Das Bankhaus übernahm zum 1. Januar 2026 den Verwahrstellenservice für 14 Publikumsfonds der Siemens Fonds Invest. Das Gesamtvolumen beträgt rund 5,5 Milliarden Euro, ist in dieser BVI-Statistik noch nicht berücksichtigt. Dem Mandat war ein umfangreicher Ausschreibungsprozess vorausgegangen, bei dem sich Hauck Aufhäuser Lampe durchsetzte