An das ständige Auf und Ab der Börse haben sich die Anleger fast schon gewöhnt. Es gleicht einer Achterbahnfahrt, bei der die Aktienkurse mal in die Höhe schießen und dann wieder abwärts rauschen. Die Börsenlandschaft ist ein Spiegelbild der wirtschaftlichen Lage, geprägt von Krisen, globalen Ereignissen und anderen Einflussfaktoren. Das Jahr 2023 war da keine Ausnahme. Von einer überraschenden Rally zu Jahresbeginn über eine ebenso überraschende Bankenkrise im März bis hin zu einem Crash am Anleihenmarkt im Spätsommer – das Jahr hielt für Anleger so manche Überraschung bereit, bevor die fulminante Jahresendrally selbst Optimisten überraschte. Ein turbulentes Umfeld, in dem es selbst vielen Profis nicht gelang, den Markt zu schlagen.

Zwischen Glaskugel und Rückspiegel: Warum die Gewinner von heute oft die Verlierer von morgen sind

Zum Jahreswechsel wird traditionell die Glaskugel poliert und der Blick nach vorne gerichtet. Doch der Versuch, in die Zukunft zu blicken, erfolgt nicht selten durch den Rückspiegel. Bei der Investition in Fonds, ETFs oder Kryptowährungen kann die Suche nach den Gewinnern von morgen auf Grundlage der Sieger von gestern zu einer fragilen Angelegenheit werden.

Die Regression zum Mittelwert spielt dabei eine zentrale Rolle und erklärt zum Teil das Phänomen, dass die Gewinner eines Jahres in den Folgejahren oft zu Verlierern werden. Im Jahr 2022 wurden einige Wachstumsfonds von der Zinswende überrascht. Spitzenreiter wurden zu Schlusslichtern und prominente Fonds wie der Tech-Ikone Cathie Wood oder die Bit-Capital-Fonds von Jan Beckers mussten herbe Verluste hinnehmen. Ein anschauliches Beispiel dafür, dass die Jagd nach maximalen Renditen erhebliche Risiken bergen kann.

Ein Jahr später, Ende 2023, ein vollkommen anderes Bild. Die einstigen Verlierer entpuppen sich wie Phoenix aus der Asche als unerwartete Gewinner. Dieser rasante Wechsel verdeutlicht, dass die Finanzmärkte launisch und unvorhersehbar sind. Auf kurz oder lang tendieren aber meist auch die großen Gewinner und Verlierer wieder zum langfristigen Durchschnitt zurück.

 

Die wahre Zielsetzung für langfristige Anleger

In Anlehnung an das zeitgenössische Lebensmotto „Größer, schneller und auf jeden Fall weiter als alle anderen“ wird klar, dass diese Einstellung nicht immer zielführend ist. Das Streben nach Spitzenpositionen und maximalen Gewinnen kann zu einem Verlustgeschäft werden. Eine langfristige Orientierung und die Bereitschaft, auch mal den zweiten Platz zu akzeptieren, könnte für Investoren eine kluge Strategie sein, um sich auf die mögliche Volatilität der Finanzmärkte 2024 vorzubereiten. Denn wer als Zweiter durchs Ziel kommt, hat nicht zwangsläufig verloren, sondern möglicherweise den klugen und nachhaltigen Weg gewählt.

In diesem Sinne präsentieren wir heute die 20 besten ETFs des Jahres 2023 und morgen die entsprechenden Verlierer des Jahres. Wir sind gespannt, wie sie das Jahr 2024 meistern werden!

Bei ETFs auf den gleichen Index haben wir nur den mit der besten Performance aufgeführt!

Stand der Daten: 30. Dezember 2023