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Studie von Franke und Bornberg Das sind die besten Renten-Tarife 2021

Ehepaar
Ehepaar: Die Stabilität der Rentenversicherer ist mittlerweile Testkriterium. | Foto: Pexels / Greta Hoffman

Trotz Niedrigzinsen bietet die kapitalgedeckte Altersvorsorge eine gute Perspektive. Zu diesem Schluss kommt die Rating-Agentur Franke und Bornberg in ihrer aktuellen Analyse der Angebote privater Rentenversicherer. Die Forscher untersuchten insgesamt 629 Renten-Tarife nach 64 Kriterien. Knapp 25 Prozent erreichen die Bestnote FFF+.

Im diesjährigen Testverfahren prüfte Franke und Bornberg zum ersten Mal auch die finanzielle Stärke der Versicherer. „Verlässliche Zinsen gehören der Vergangenheit an“, begründet Geschäftsführer Michael Franke die Aufnahme dieses Kriteriums in den Katalog. „Die Zinsschmelze strapaziert das Geschäftsmodell der Lebensversicherer. Verbraucher müssen wissen, wie stabil ein Versicherer ist, bevor sie ihm ihre Altersversorgung anvertrauen.“

Wie messen Franke und Bornberg die finanzielle Stärke?

Die Agentur zieht dazu das Testurteil aus dem aktuellen Map-Report, namens Bilanzanalyse deutscher Lebensversicherer, zurate. Dieser erscheint voraussichtlich Ende Oktober dieses Jahres.

Auf Basis dieser Kennzahl und 63 weiterer Kriterien untersuchte Franke und Bornberg alle bekannten Tarife der privaten Vorsorge, also die Basis-Renten (erste Schicht), die Riester-Renten (zweite Schicht) und private Rentenversicherungen (dritte Schicht). Als Datenquellen nutzte die Agentur die Versicherungsbedingungen, verbindliche Verbraucherinformationen, Antragsformulare, den Versicherungsschein und Geschäftsberichte. Selbstauskünfte sowie werbliche Texte blieben unberücksichtigt.

Um die Tarife noch besser unterscheiden zu können, ordneten die Experten sie jeweils einer von fünf Produktkategorien zu. Denn „je nach ihrem Anlagekonzept unterscheiden sich Rententarife ganz erheblich“, sagt Franke. „Wer nicht Äpfel mit Birnen vergleichen will, muss zwischen Klassik, Hybrid und reinen Fondslösungen differenzieren.“

Von den 629 analysierten Tarifen entfallen mit 362 über die Hälfte auf private Versicherungen der dritten Schicht. Besonders leistungsfähige Tarife beobachten die Analysten beim Konzept namens garantieorientierter Hybrid. Hier erreichen rund 18 Prozent der Tarife die Top-Note FFF+ und etwa 72 Prozent ein FFF.

33 Gesellschaften haben noch einen Klassik-Tarif im Angebot. Diese landen aber vergleichsweise abgeschlagen auf den hinteren Plätzen. Hier erreicht gerade einmal einer der untersuchten 62 Tarife die Bestnote. Immerhin erreichen noch gut ein Viertel der privaten Klassik-Tarife ein FFF.

Die Leistungsdichte erscheint hoch. „Viele Versicherer haben offensichtlich die Hausaufgaben erledigt. Ihre innovativen Tarife können sich auch im Niedrigzins-Umfeld behaupten“, so Franke. Gut 17 Prozent der privaten Rententarife in der dritten Schicht erreichen die Note FFF+.

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