Stolls Fondstrends Das sind die besten und schlechtesten Fonds im März
Profiteur des Atombooms: Uranium Resources Fund
Wertentwicklung im März 2022: +27 Prozent
Wertentwicklung drei Jahre: +88 Prozent (23 Prozent p.a.)
So ist der Uranium Resources Fund der ertragreichste Fonds im abgelaufenen Monat. Sein kerniges Monatsplus von 27 Prozent fußt auf dem Boom der Atomkraft. Diese ist zwar hochumstritten, aber zumindest kohlendioxidfrei. Die verstärkte Nachfrage treibt den Preis für Uran an, der sich nach der Fukushima-Katastrophe jahrelang auf Talfahrt befand.
Mit ihm stiegen die Aktien der Produzenten, auf die es Manager Christian Schärer im Fonds abgesehen hat. Zu den größten Positionen zählt Cameco. Das Unternehmen gehört zu den größten Förderern von Uran und hält mit seinen Abbaukapazitäten in den USA und in Kanada rund 15 Prozent der weltweiten Uranproduktion. Parallel zur Uranerzeugung bietet die Firma Dienstleistungen für Nuklearunternehmen an.
Dass Atomkraft relevant bleibt, davon ist Schärer überzeugt und zieht exemplarisch den Vergleich zwischen Deutschland und Großbritannien. „Beide Länder erzeugen zurzeit ein Drittel ihrer Elektrizität mit erneuerbarer Energie. Anders als die Deutschen denken die Briten aber nicht daran, ihre Atomkraftwerke abzuschalten. Diese liefern knapp ein Fünftel des Stroms. Die CO2-Intensität der britischen Stromproduktion beträgt 217 Gramm pro Kilowattstunde. In Deutschland, wo die Kernenergie nur ein Achtel beisteuert, ist der Strom mit 474 Gramm pro Kilowattstunde gut doppelt so klimaschädlich“, schreibt der Incrementum-Manager. Beflügelt wird der neuerliche Boom auch von den Aussichten, dass Kernenergie in kleineren Reaktoren künftig sicherer produziert werden könnte und dabei wirtschaftlich rentabler ist.
