Zu den großen Verlierern im abgelaufenen Monat zählt der russische Aktienmarkt. Die beispiellosen Sanktionen führten zu einem Crash. Die Moskauer Börse wurde von der dortigen Zentralbank am 24. Februar geschlossen. Wenn kein Aktienhandel an der Börse stattfindet, findet auch keine Preisfestsetzung statt. Zwar sind Aktien russischer Konzerne nicht nur in Moskau notiert, sondern auch an vielen anderen Börsen auf der Welt. Dort sind sie aber auch vom Handel ausgesetzt.

Somit legten zahlreiche Fonds- und ETF-Anbieter die Preisberechnung ihrer Russland- und Osteuropafonds auf Eis. Der Lyxor MSCI Russia UCITS ETF verliert auf Sicht eines Monats beispielsweise mehr als 90 Prozent an Wert. Fonds, deren Preis noch berechnet wird, wie der des Fidelity EMEA, dessen Russlandanteil vor der Krise bei etwa 30 Prozent lag, notieren rund 25 Prozent tiefer als noch vor einem Monat.

Chinas Drache flügellahm

Neben Russland zählte China im März zu den von Investoren am meisten gemiedenen Regionen. Das Unheil bahnte sich bereits im vergangenen Jahr an. Begonnen hat alles mit der Schieflage des Immobilienkonzerns Evergrande. Anschließend führten Chinas Machthaber Regulierungen gegen heimische Internetkonzerne ein. Deren Monopole waren der kommunistischen Führung ein Dorn im Auge.

Zu allem Überfluss hat Corona erneut in China zugeschlagen. Aktuell erlebt China die größte Pandemie-Welle seit dem ersten Ausbruch vor zwei Jahren in Wuhan. Mehrere Städte, zum Beispiel Shenzen, befinden sich erneut im Lockdown. „Chinas Wirtschaft könnte erneut schwer getroffen werden“, mutmaßt die japanische Innvestmentbank Nomura in ihrem Ausblick. Ein weiterer Faktor, der angesichts der Ukraine-Krise Anlass zur Sorge unter Anlegern gibt, ist eine mögliche chinesische Offensive gegen Taiwan.

Die chinesischen Börsenbarometer befinden sich daher auf Talfahrt. Der chinesische Hang Seng Index hat seit seinem letzten Hochpunkt im Februar 2021 um über 30 Prozent nachgegeben. Die schlechte Stimmung zeigt sich beim Blick auf China-Fonds und ETFs. Zu den größten Verlierern im Jahresverlauf zählt der Tamac – Qilin China Champions. Das Portfolio notiert seit Jahresbeginn 20 Prozent tiefer. Allein auf den Monat März entfallen rund 12 Prozent Wertverlust. Fakt ist jedoch auch: Das Reich der Mitte bietet riesiges Potenzial. Das Land verfügt über zahlreiche Technologieführer und eine riesige konsumfreudige Mittelschicht. Langfristig könnte das den Kursen wieder Auftrieb geben.

Die größten Fonds-Verlierer im März: Russland und China

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Quelle Fondsdaten: FWW 2026