Handelsaktivitäten mit aktiv gemanagten Fonds bei Ebase. Foto: Ebase

Anlegerverhalten

Das sind die Fonds-Favoriten der Ebase-Kunden im März 2021

Die B2B-Direktbank European Bank for Financial Services (Ebase) führt mehr als eine Million Kundendepots mit einem Volumen von rund 40 Milliarden Euro. In einer exklusiven Kooperation liefert Ebase DAS INVESTMENT Daten zu Handelsaktivitäten und Mittelzuflüssen – sowohl zu Fondskategorien als auch auf Einzelfondsebene. Im Interview erläutert Ebase-Chef Kai Friedrich die Ergebnisse.

Welche Trends zeichnen sich in der Depot-Analyse für März 2021 ab?

Kai Friedrich: Im ersten Quartal 2021 hat sich, was die Nachfrage nach Fonds angeht, der Trend aus dem letzten Jahr ganz eindeutig fortgesetzt. Dabei ist sowohl bei Personen, die bereits seit Längerem in Fonds investieren, als auch bei Neukunden das Interesse an Fondsanlagen sehr groß. Entsprechend positiv war im März auch die Investmentfonds-Nachfrage bei Ebase. Der Fundflow-Faktor, welcher das Verhältnis zwischen Nettomittelzuflüssen und -abflüssen zeigt, wies mit 1,37 einen deutlich positiven Wert auf. Somit wurden 37 Prozent mehr Fondsanteile gekauft als verkauft. Damit haben die Käufe die Verkäufe in jedem Monat des ersten Quartals deutlich überstiegen. Zudem lag das Handelsvolumen mit 135 Prozent über dem durchschnittlichen Niveau des Vorjahres, welches ja bereits sehr handelsintensiv war.

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Die Handelsaktivität basiert auf dem Handelsvolumen und lässt unmittelbare Rückschlüsse auf den aktuellen Jahrestrend zu. Ein Wert von über 100 steht für eine überdurchschnittliche Handelsaktivität der Kunden im Vergleich zum mittleren monatlichen Handelsvolumen des Vorjahres; ein Stand unter 100 zeigt eine unterdurchschnittliche Handelsaktivität an.

Lesebeispiel: Im März 2021 betrugen die Umsätze bei aktiv gemanagten Fonds 135 Prozent des Vorjahresdurchschnitts, lagen also um 35 Prozentpunkte über dem Schnitt des Vorjahres.

Wie haben sich die Anleger aufgestellt?

Friedrich: Nachdem die Ebase-Kunden im Februar ihr Exposure über alle Assetklassen hinweg ausgebaut haben, lag der Fokus im März eher wieder auf einer etwas offensiveren Ausrichtung der Portfolien. Sowohl bei Aktien- als auch bei Mischfonds haben die Käufe die Verkäufe dabei deutlich überstiegen. Im Bereich der Aktienfonds waren dabei insbesondere Fonds gefragt, die weltweit oder aber speziell in Asien investieren. Anteile von überwiegend am deutschen Markt anlegenden Fonds wurden dagegen mehrheitlich verkauft. Ebenso gab es bei Mischfonds deutliche regionale Unterschiede. Während Mischfonds mit einem Anlageschwerpunkt in Europa sowie einem weltweiten Fokus überwiegend gekauft wurden, haben die Verkäufe die Käufe bei Mischfonds, die auf den deutschen Markt fokussiert sind, überstiegen.

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