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Anlegerverhalten Das sind die Fonds-Favoriten der Ebase-Kunden im November 2021

Grafik von Ebase
Grafik von Ebase: Die Depotbank misst Monat für Monat die Handelsaktivität der Kunden. | Foto: Ebase

Die B2B-Direktbank European Bank for Financial Services (Ebase) führt in Deutschland Kundendepots mit einem Volumen von rund 60 Milliarden Euro. In einer exklusiven Kooperation liefert Ebase DAS INVESTMENT Daten zu Handelsaktivitäten und Mittelzuflüssen – sowohl zu Fondskategorien als auch auf Einzelfondsebene. Hier erläutert Ebase-Chef Kai Friedrich die Ergebnisse.

DAS INVESTMENT: Herr Friedrich, welche Trends zeichnen sich in der Depot-Analyse für November 2021 ab?

Kai Friedrich: Ungeachtet der gerade in der zweiten Monatshälfte sehr volatilen Marktentwicklung mit auf Monatssicht auch in der Breite sinkenden Börsenkursen war die Fondsnachfrage der Ebase-Kunden im November sehr groß. Die Käufe haben die Verkäufe um mehr als die Hälfte überstiegen. Der Fundflow-Faktor, welcher das Verhältnis zwischen Nettomittelzuflüssen und -abflüssen zeigt, wies mit 1,54 einen signifikant positiven Wert auf. Damit dauert die Serie, dass die Ebase-Kunden in 2021 bisher jeden Monat mehr Fondsanteile gekauft als verkauft haben, weiter an. Auch das Handelsvolumen hat, wie in Phasen mit größerer Volatilität am Markt üblich, wieder deutlich angezogen und lag im November mit 162 Prozent deutlich über dem Durchschnitt des sehr handelsintensiven letzten Jahres.

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Quelle: Ebase

Die Handelsaktivität basiert auf dem Handelsvolumen und lässt unmittelbare Rückschlüsse auf den aktuellen Jahrestrend zu. Ein Wert von über 100 steht für eine überdurchschnittliche Handelsaktivität der Kunden im Vergleich zum mittleren monatlichen Handelsvolumen des Vorjahres; ein Stand unter 100 zeigt eine unterdurchschnittliche Handelsaktivität an.

Lesebeispiel: Im November 2021 betrugen die Umsätze bei aktiv gemanagten Fonds 162 Prozent des Vorjahresdurchschnitts, lagen also um 62 Prozentpunkte über dem Schnitt des Vorjahres.

Wie haben sich Anleger im November positioniert?

Friedrich: Nachdem die Ebase-Kunden ihre Portfolien im Oktober oftmals gezielt offensiver ausgerichtet haben, war die Nachfrage im November wieder breiter gestreut. So wurden die Fondsbestände Asset-Klassen-übergreifend ausgebaut. Offensichtlich haben zahlreiche Anleger die zwischenzeitlichen Kursrückgänge auch als guten Einstiegszeitpunkt interpretiert. Sowohl bei Aktien-, als auch bei Misch- und Rentenfonds haben die Käufe die Verkäufe überstiegen. Bei Aktienfonds lag der Fundflow-Faktor bei 1,54, die Käufe haben die Verkäufe also um 54 Prozent übertroffen. Dabei waren insbesondere Aktienfonds gefragt, die weltweit oder aber in Asien investieren. Aktienfonds mit einem Fokus auf Unternehmen in Deutschland wurden dagegen überwiegend verkauft. Bei Mischfonds überstiegen die Käufe die Verkäufe um mehr als 60 Prozent. Bei den Anlegern besonders gefragt waren dabei Mischfonds, die in Europa oder auch speziell Deutschland anlegen.

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Quelle: Ebase

Der Fundflow-Faktor zeigt an, um welchen Faktor die Mittelzuflüsse die Mittelabflüsse übersteigen (bei Nettomittelzuflüssen) beziehungsweise um welchen Faktor die Mittelabflüsse die Mittelzuflüsse übersteigen (bei Nettomittelabflüssen).

Lesebeispiel: Im November 2021 lagen Mittelzuflüsse bei aktiven Fonds um 54 Prozentpunkte über den Mittelabflüssen.

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