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Das Thema Nachhaltigkeit ist in ETFs schwer umsetzbar

Meiner Ansicht nach kämpft die ETF-Branche im Bereich der nachhaltigen Investments solange vergeblich um das Geld der Anleger, wie es keine klaren Regeln und Definitionen im Bereich der nachhaltigen Investments gibt.

Fragwürdiger Best-In-Class-Ansatz

Die Basisindizes der meisten verfügbaren nachhaltigen ETFs folgen dem Best-In-Class-Ansatz. Das heißt: Auch Rüstungs- und Ölkonzerne kommen beispielsweise in Frage, solange sie im Vergleich zu ihren Wettbewerbern besonders ökologisch, ethisch oder sozial verantwortlich handeln.

Nur wenige Branchen wie Waffenproduzenten, Anbieter von Pornografie oder Glücksspielen sind in der Regel grundsätzlich ausgeschlossen. Darüber hinaus kann jeder Indexanbieter seine Filterkriterien frei wählen.

Was dies zur Folge haben kann, zeigt der Fall des britischen Ölkonzerns BP eindrücklich: Die meisten Analysten haben BP vor dem Unfall im Golf von Mexiko 2010 als nachhaltigstes Unternehmen der Ölindustrie eingestuft. Daher war der Konzern in fast allen gängigen nachhaltigen Best-in-Class-Indizes, die auch Großbritannien berücksichtigen, enthalten.

Kriterien verunsichern Anleger

Diese frei gewählten Kriterien verunsichern institutionelle und private Investoren. Institutionelle Kunden bemängeln die schwammige Auslegung des Begriffs Nachhaltigkeit bei vielen Indizes. Daher lassen sie sich eigene Indizes konstruieren, die ihren Vorstellungen von Nachhaltigkeit entsprechen.

Auch viele Privatanleger können die einzelnen Auswahlkriterien nicht nachvollziehen. Daher sind sie enttäuscht, wenn sie feststellen, dass sich im Falle von Skandalen wie bei BP die entsprechenden Aktien in ihren Portfolios befinden.

Strenger geht es bei den meisten...
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