Datenleck bei der Allianz

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Die Geschichte kam durch einen exklusiven Bericht in der „Financial Times Deutschland“ ans Licht. Ihr liegen die genannten Dokumente vor. Die Allianz bestätigte, dass die Unterlagen zumindest teilweise aus ihrem Bestand kommen. Ein Sprecher vermutet, dass ein Privatdetektiv, der seit 2011 nicht mehr für den Versicherungskonzern arbeitet, die Daten weitergegeben hat.

Dass Versicherer mit Privatermittlern zusammen arbeiten und ihnen vorübergehend Akten überlassen um mögliche Betrugsfälle aufzudecken, ist nicht unüblich. Pro Jahr verliert die Versicherungsbranche rund 4 Milliarden Euro durch Versicherungsbetrug.

Wegen des Datendramas wird die Allianz jetzt die Anforderungen an externe Versicherungsdetektive erhöhen, ihre Qualität also stärker prüfen und gleichzeitig die Zahl der Ermittler reduzieren, so der FTD-Bericht. Derzeit arbeite die Allianz im Bereich Sachversicherung ohne Kfz  mit 13 Detekteien zusammen. Pro Jahr gibt der Konzern 1.000 Fälle an die Ermittler.

Die Panne kommt für die Allianz zu einer schlechten Zeit. Allianz-Chef Markus Rieß plane schon länger, Kundenbeziehungen des Versicherers auf elektronische Systeme umzustellen, so die FTD.

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