Datenschutzpanne kostet Haspa 200.000 Euro

Dieses Bußgeld hat die Hamburger Datenschutzbehörde verhängt, nachdem sie im Juli die Maßnahmen gegen den unbefugten Zugriff auf Kundendaten durch mobile Berater für unzureichend befunden hat.

Die Ermittlungen wurden durch einen Bericht des Radiosenders NDR Info angestoßen. Wie der Sender unter Bezugnahme auf den Revisionsbericht vom November 2009 berichtete, sollen externe Berater in mehreren Fällen ohne Einverständnis der Kunden Einsicht in deren Daten genommen haben.

Die Haspa weist die Vorwürfe zurück. Der Zugriff auf die Daten sei nur mit Zustimmung der Kunden erlaubt gewesen, erklärt eine Haspa-Sprecherin. Nach der Datenschutz-Prüfung habe Haspa der Forderung der Behörde „vollständig entsprochen“ und bereits Ende August den Zugriff der mobilen Berater auf Kundendaten mit einer technischen Sperre „vorsorglich unterbunden“. Zahlen muss die Sparkasse aber trotzdem, da ein unbefugter Zugriff in der Vergangenheit nicht ausgeschlossen werden konnte.

Kein Einzelfall: Auch die Postbank geriet Ende vergangenen Jahres mit ähnlichen Datenschutz-Mängeln in die Kritik.

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