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Nachhaltigkeit Was Versicherer für den Klimaschutz tun müssen

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Boom-Markt E-Autos 

Auch bei der Gestaltung neuer Versicherungsprodukte nehme das Thema Nachhaltigkeit einen hohen Stellenwert ein. So ist nach DAV-Analysen beispielsweise das Potenzial der Versicherung von E-Autoladestationen groß. Laut Kraftfahrt-Bundesamt gibt es zwar über zwei Millionen E- und Hybrid-Autos, aber laut Bundesnetzagentur nur etwa 62.000 öffentliche Ladepunkte. 

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Zudem will die Bundesregierung bis 2030 insgesamt 15 Millionen Elektroautos auf den Markt zu bringen. „Im Schadenfall ist mit sehr hohen Schadenzahlungen zu rechnen, da aufgrund eines Kurzschlusses oder bei einer Überladung das E-Auto brennen könnte“, sagt Frank. Wenn die Hochvoltbatterie in Brand gerät, seien die Kosten größer als bei herkömmlichen Fahrzeugen. 

Gegenläufige Effekte 

„Die Abschätzung des zu erwartenden Schadens, der wichtigsten Komponente der Tarifierung, ist demnach gerade bei der Absicherung neuer Risiken nicht immer einfach“, so Frank weiter. In der Gebäudeversicherung verbrauchen moderne Heizungs- und Kühlungssysteme in klimafreundlichen Gebäuden beispielsweise weniger Strom und könnten dadurch weniger Brände verursachen. 

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Andererseits können nachhaltige Baumaterialien gegebenenfalls eine höhere Entflammbarkeit sowie eine geringere Lebensdauer aufweisen. Wie sich derartige gegenläufige Effekte insgesamt auf den zu erwartenden Schadenbedarf und damit auf den Preis der Versicherung auswirken, kann nur über die Zeit anhand von gesammelten Daten und Erfahrungen beantwortet werden. 

 

„Damit die Daten von Aktuaren in ihren Modellen ausgewertet werden können, ist es entscheidend, dass die Informationen in den Schadensystemen der Versicherer richtig erfasst werden, zum Beispiel hinsichtlich der Schadenursache“, sagt Frank. Die anfänglich bestimmten Preise könnten dann mithilfe von Testfeldern überprüft und sukzessive angepasst werden.  

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