Dax: 6.800 Punkte bis Jahresende, Anleger bleiben skeptisch

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Am Mittwoch hat der deutsche Leitindex ein Jahreshoch erklommen. Zum Handelsschluss stand der Dax bei 6.434 Punkten.

So kann es weitergehen: „Aus unserer Sicht spricht vieles dafür, dass der Dax bis Jahresende nochmals deutlich zulegt. Wir halten einen Anstieg auf 6.800 Punkte für sehr gut möglich“, blickt Karl Huber, Fondsmanager des Pioneer Investments German Equity, erwartungsvoll auf die kommenden Wochen.

Deutsches Wachstum, Ifo-Index und Unternehmenszahlen machen Spaß
Als Triebfedern für die Jahresendrally macht die Fondsgesellschaft das starke Wirtschaftswachstum in Deutschland, den sehr freundlichen Verlauf des Ifo-Geschäftsklima-Index, die zu erwartenden positiven Unternehmenszahlen im dritten Quartal und ein verstärktes Interesse an Aktieninvestments aus.

„Wir beobachten, dass sich viele Anleger, besonders auch institutionelle Investoren, bei Aktien bisher nur langsam vorgewagt haben. Das dürfte sich nach den neuen Höchstständen und wegen der guten Verfassung der deutschen Wirtschaft nun ändern“, erklärt Huber.

Im Markt sei nach wie vor sehr viel Liquidität vorhanden, die aufgrund fehlender attraktiver Anlagealternativen verstärkt wieder in Aktien fließe. Das beflügle den Aktienmarkt zusätzlich.

Zahl der Börsenfreunde schrumpft

Anleger finden zurück aufs Börsenparkett? Das Investmentbarometer von J.P. Morgan, das die Stimmung deutscher Privatanleger misst, spricht eine andere Sprache.

Zwar ist das Lager der Optimisten von Mai bis Juli von 23,4 Prozent auf 49,6 Prozent angewachsen. Die Bereitschaft tatsächlich in den Markt zu gehen und Aktien zu kaufen konnte jedoch in den vergangenen Monaten nicht mit dem Stimmungsaufschwung mithalten.

Lediglich 36,1 Prozent der Anleger planen, in den kommenden sechs Monaten börsennotierte Investments zu kaufen, das sind 1,7 Prozent weniger als im Juli.  

57,8 Prozent hingegen wollen der Börse weiterhin fern bleiben. Dies entspricht einem Anstieg von 4,8 Prozent gegenüber der Juli-Befragung. Schuld daran sind laut J.P. Morgan negative Berichte, etwa über eine mögliche erneute Rezession in den USA.

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