Das von Deutschen Derivate Verband (DDV) geplante Zertifikate-Rating nimmt erste Formen an. Geplant ist ein Sternesytems von einem ("schlecht") bis fünf Sterne ("sehr gut"). Allerdings sollen die Zertifikate nach der Risikoneigung von Anlegern eingestuft werden. Basis soll jedoch die Risikobereitschaft der Anleger sein. So können beispielsweise Hebelzertifikate für einen entsprechend riskant veranlagten Investor fünf Sterne bekommen. Ein vergleichbares Produkt für einen konservativen Anleger kommt indes kaum zur gleichen Note.

Gleichzeitig sollen folgende Faktoren mit in die endgültige Bewertung fließen: die Informationsqualität der Emittenten, deren Bonität, die Kosten innerhalb einer Vergleichsgruppe und die Handelbarkeit der Produkte.

Fortschritte macht der Verband auch bei der Etablierung eines europäischen Dachverbandes. Im Laufe der kommenden acht Wochen solle es zu einer Gründung kommen, so Knüppel. Zu den Gründungsgesellschaften zählen neben dem Deutschen Derivate Verband (DDV) der italienische Verband Associazione Italiana Certificati e Prodotti di Investimento (ACEPI), der Schweizer Verband für Strukturierte Produkte, das österreichische Zertifikate Forum Austria. Mit großer Wahrscheinlichkeit will sich auch der finnische Zertifikate-Verband dem Dachverband anschließen.